Farbenfrohes zu Störtebeker

Arbeitskreis Down Syndrom und AG Malen und Gestalten des GaW stellen aus

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Die Beteiligten freuen sich über die gelungene Ausstellung. Zur Eröffnung waren viele Gäste gekommen.

Brunsbrock – Seit acht Jahren malen der Arbeitskreis Down Syndrom und die AG Malen und Gestalten des Gymnasiums am Wall unter der Leitung von Jutta Liebetruth und Dörte Pertiet gemeinsam. Aus dieser Kooperation sind viele schöne Bilder entstanden, die auch schon in mehreren Ausstellungen gezeigt wurden. „Störtebeker“ ist das Thema der aktuellen Ausstellung, die noch bis zum 9. Februar im Müllerhaus Brunsbrock zu sehen ist. Zur Vernissage am Sonntag waren viele interessierte Gäste gekommen.

Nach dem musikalischen Auftakt von Pia Müller (Klavier) und Luisa Winkelmann (Gesang), begrüßte Michael Rudek vom Kulturkreis Linteler Geest Gäste und Künstler. „Ihr habt fantastische und farbenfrohe Bilder zum Thema Störtebeker gemalt und gestaltet. Es freut uns, dass ihr sie hier ausstellt“, sagte er. Was Kunst eigentlich sei, darauf gebe es keine abschließende Antwort. Interessanter sei daher die Frage, was Kunst leisten könne. „Sie kann zum Nachdenken anregen, Entwicklungen aufzeigen und neue Impulse setzen. Und auch das vermag Kunst zu leisten, sie kann Menschen miteinander verbinden. Dies habe ich auch bei meinem Besuch im GaW festgestellt, ich war begeistert von der lockeren und schönen Atmosphäre. In dieser inklusiven Arbeitsgemeinschaft gelingt das Verbinden super“, sagte Rudek.

Jede Ausstellung sei ein Höhepunkt und Abschluss der Arbeit des vorangegangenen Jahres“, ergänzte Jutta Liebetruth. Entstanden sei die Kooperation mit dem GaW aus Märchenmalabenden zum Thema Wasser und die Teilnahme am Comenius-Projekt des GaW. Die erste Ausstellung war in Verdener Schaufenstern zu sehen. Weitere Werkschauen zu unterschiedlichen Themen folgten, zum Beispiel im Sozialministerium in Hannover, im Clüverhaus Achim oder in der Frauenberatungsstelle Verden.

Für musikalische Begleitung sorgten Pia Müller und Luisa Winkelmann.

„Etwa letztes Jahr zu Ostern haben wir begonnen, zum Thema Störtebeker zu arbeiten. Wir haben Geschichten über den Piraten gehört und versucht, unsere Eindrücke auf die Leinwand zu bringen“, berichtete Liebetruth. „Wie würde Störtebeker heute sein, ein Robin Hood der Meere, eine Kapitänin, die Bootsflüchtlinge rettet und zu einem Hafen bringt oder jemand, der im Silikon-Valley mehr oder weniger legal sein Geld verdient, aber auch viele soziale Projekte unterstützt?“, fragte sie.

Die jungen Künstlerinnen und Künstler zeigen in ihren Bildern jedenfalls viele Facetten des legendären Seeräubers. Sara Lührs, Lea Oraschewski und Achim Lankenau haben zum Beispiel Segelschiffe auf hoher See gemalt. Xenia Ertel hat eindrucksvoll die von Störtebeker gestifteten Kirchenfenster in Szene gesetzt. Das Bild von Simon Sabatier zeigt kämpfende Piraten in expressionistischen Farben. „Eingesperrt sein, das geht für einen freiheitsliebenden Störtebeker gar nicht“, hat sich Seyhan Akay gedacht und einen Vogel gezeichnet, der mit einem Schlüssel im Schnabel aus dem Käfig fliegt. „Störtebeker wäre heute bestimmt ein Werder-Fan“, glaubt dagegen Dirk Schulze und stellte die grün-weiße Raute auf seinen Bildern dar.

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