Erweiterung des Neddener Feuerwehrhauses geht nicht

Es muss doch neu gebaut werden

Drei Männer stehen vor einem Rapsfeld. Im Hintergrund ist ein turmähnliches Gebäude zu sehen.
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Den neuen Platz für die Feuerwehr schauen sich Ulrich Dittmer, Jörg Östmann und Marco Oestmann (v.l.) an. 
  • Heutige Bestimmungen erlauben keinen Anbau
  • Das neue Feuerwehrhaus kommt hinter den Glockenturm
  • Bolzplatz wird verlegt

Neddenaverbergen – Schon seit längerem gab es Überlegungen und dann Planungen bei der Stützpunktfeuerwehr Neddenaverbergen, das Feuerwehrhaus in der Michaelisstraße zu erweitern. Denn, spätestens mit der Beschaffung des neuen Tanklöschfahrzeugs in Verbindung mit dem Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) wurde das Gebäude endgültig zu klein. Der Umkleidebereich war schon länger ein Problem, von den Parkmöglichkeiten ganz abgesehen.

So begann 2018 die Suche nach einer kostengünstigen Lösung am jetzigen Standort. Ein kleines Gremium der Ortsfeuerwehr machte in Abstimmung mit Bürgermeister Wolfgang Rodenwald erste Pläne. Ein Anbau für das MTF sowie die Erweiterung der Sanitäranlagen und dem „Schwarz/Weiß-Bereich“ müsste es schon sein, hieß es beim Ortstermin. Aber schon recht bald war allen Beteiligten klar, dass die Bemühungen, den jetzigen Standort zu halten, nach den heutigen Bestimmungen und Vorgaben der Feuerwehrwehr-Unfallkasse (FUK) auf dem bestehenden Grundstück ins Leere liefen. Da half auch der Ankauf eines Grünstücks neben dem Gerätehaus nicht weiter, ein Neubau war die einzige Alternative. Es begann die Suche nach einem neuen, geeigneten Standort, der schon verkehrsgünstig liegen und für die Feuerwehrleute sowie für die Jugendfeuerwehr gut erreichbar sein sollte. Nach Gesprächen von Bürgermeister Rodewald mit einigen Grundstückseigentümern wurde schließlich ein geeigneter Standort gefunden.

Neubau bekommt einen Mehrzweckplatz

Das neue Heim der Feuerwehr entsteht hinter dem Glockenturm auf einer Länge von 60 Metern auf der Ackerfläche an der Trahe und erstreckt sich in westlicher Richtung bis zum Schützenhaus. Damit kommt das Feuerwehrhaus nunmehr fast an den Ursprungsort zurück. Wo heute die Kapelle steht, stand bis 1967 das erste Feuerwehrhaus. Das Ganze wird zusätzlich noch mit einem Mehrzweckplatz zwischen dem neuen Feuerwehrhaus und der Schützenhalle abgerundet, der allen Dorfbewohnern zur Verfügung steht.

Das neue Vorhaben stellten der Bürgermeister und das Ortskommando den aktiven Mitgliedern vor, die sich ausnahmslos für dieses Vorhaben aussprachen. Ein Vorschlag aus den Reihen der Aktiven fand bei Bürgermeister Wolfgang Rodewald und in der Politik großen Zuspruch und wird ebenfalls umgesetzt: Durch den neuen Mehrzweckplatz wird der alte Bolzplatz am Ende der Straße „Zum Bergfeld“ nicht mehr benötigt. Dort soll nun ein neues Baugebiet entstehen.

Der Bolzplatz weicht nach der Verlegung einem neuen Baugebiet.

„Das ganze Vorhaben ist eine Bereicherung für Neddenaverbergen“, sagte Rodewald auf Nachfrage. „Es entsteht nicht nur ein neues Haus für eine moderne und gut ausgestattete Feuerwehr, rund um den alten Bolzplatz werden gleichzeitig im Rahmen eines B-Plan-Verfahrens insbesondere Baumöglichkeiten für den Nachwuchs des Ortes in ihrem Heimatdorf entwickelt.“ Das sei das Ergenis kreativer Neddener Köpfe, die er als Bürgermeister besonders wertschätze und gerne nach Kräften unterstütze.

Noch zwei Jahre lang bleibt die Feuerwehr am alten Standort.

Fertigstellung für 2023 geplant

Gleichzeitig würdigte er das Engagement von Ullrich Dittmer und der Ortsfeuerwehr. Anfang des Jahres seien letzte Verhandlungen geführt und erste Verträge mit den Eigentümern abgeschlossen worden, aufgrund der Corona-Pandemie habe sich das aber doch in die Länge gezogen. Ortsbrandmeister Marco Oestmann und sein Stellvertreter Jörg Östmann freuen sich ebenso wie die Feuerwehr über diese Maßnahmen. Auch wenn Wolfgang Rodewald den ersten Spatenstich nicht mehr während seiner Amtszeit tätigen werde und das seinem Nachfolger überlasse, sei eine Fertigstellung für 2023 geplant. Dann sind die Neddener Ausrichter des Gemeindefeuerwehrtages.  rö

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