Erneut viele Teilnehmer beim Ferienpass-Angebot am Schnuckenstaller Weg

Kleine Nachwuchsimker mit großem Interesse

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Nie schmeckt Honig besser als direkt aus der Wabe.

Verden/Kirchlinteln - Als Dieter Röpe seinen ersten Bienenkorb geschenkt bekam und mit einem Kumpel ein kleines Bienenhaus baute, war der Kirchlinteler acht Jahre alt. Etwa dasselbe Alter haben die Kinder, denen er zusammen mit seinen Imkerfreunden aus Kirchlinteln seit 19 Jahren in Ferienpassaktionen sein Hobby und das Wissen über diese überaus nützlichen Tiere näher bringt. Diesmal kamen 69 Kinder in zwei Veranstaltungen.

43 Kinder am Vormittag und 26 am Nachmittag, alle aus Verden und Kirchlinteln, besuchten am Sonnabend Röpes idyllischen Imkerstand zwischen Kirchlinteln und Scharnhorst. Zunächst hatte Werner Eibich Grundwissen für sie vorbereitet, kompakt und kindgerecht zusammengefasst. Die ersten Bienen summten da schon um die Kinder herum. Und denen schien das nicht viel auszumachen.

Danach hatten die jungen Gäste, aufgeteilt in kleine Gruppen, Gelegenheit vieles selbst auszuprobieren. Sie durften dabei auch die Wachsdecke abnehmen, die über den Waben liegt. „Du machst das super. Das scheint so, als wenn du ein alter Imker bist“, lobte Cord-Hinrich Blanke einen Jungen.

Als der Honig freigelegt war, durften die kleinen Nachwuchsimker selbstverständlich auch einmal davon naschen. „Wer möchte mal?“, fragte „Hini“, wie ihn seine Imkerfreunde nennen. Und die Antwort kam wie aus einem Mund: „Ich.“ Frisch abgedeckelt schmeckte der Honig fast noch besser wie die Kostprobe am Anfang. Das anschließende Schleudern fiel keinem von ihnen schwer. „Dann könnt ihr alle Imker werden“, motivierte Hini seine Schüler.

Ferienpass bei den Imkern

An einem anderen Stand konnten sie durch ein Mikroskop die Unterschiede zwischen einer Biene und einer Wespe in aller Deutlichkeit erkennen. Ein paar Meter weiter wurden ihnen verschiedene Nester gezeigt. „Das ist ein Hornissennest“, erklärte Helmut Tietje aus Odeweg. „Das sieht aus wie ein Parkhaus mit mehreren Etagen“, so der passende Vergleich, den ein Junge zog. „Cool“ fand die Gruppe ein Nest, an dem noch ein Zweig von dem Baum hing, in den es gebaut worden war.

Eine andere Gruppe bestaunte das Gewimmel am Einflugloch eines Bienenkastens. „Nicht zu dicht rangehen, da sind die Wächter“, erklärte ein Imker den Kindern. „Die sitzen am Eingang und passen auf, wer hinein darf. Und seht ihr das Orange an den Beinen? Das sind die Blütenpollen.“ Auf die Fingernägel der Mädchen und Jungen wurden Punkte geklebt, wie sie die Königinnen tragen.

Gelangweilt wirkte keines der Kinder, was den sehr interessanten und absolut kindgerechten Informationen geschuldet war. Die Imker hatten sich wieder einmal alle Mühe gegeben, und am Ende gab es nicht nur Brötchen mit Honig, von den Mädchen und Jungen selbst gedrehte Bienenwachskerzen und eine Urkunde. Jedes Kind bekam zudem ein Glas Honig geschenkt. Immerhin war es Biologieunterricht in den Ferien. Die Veranstalter hätten dafür eine glatte Eins verdient.

wb

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