Bürger pflanzen Bäume im Jakobi-Wald in Wittlohe / Auch aus Naturschutzgründen

Erinnerungen schlagen Wurzeln

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Auch Dirk Clasen und sein Sohn Lasse setzten einen Baum ein.

Wittlohe - Das Gesangbuch war für viele Besucher des Freiluft-Gottesdienstes der St.-Jakobi-Kirchengemeinde Wittlohe ausnahmsweise mal nicht das wichtigste Utensil. Für sie hatten diesmal Spaten, Gartenschere und Gießkanne Priorität. Diese Besucher hatten einen oder mehrere Bäume für den St.-Jakobi-Wald gestiftet, die nach der Andacht auf dem Grundstück gepflanzt wurden.

Insgesamt vergrößerte sich die Zahl der Bäume auf der zweiten, etwa einen Hektar großen und zwischen Wittlohe und Stemmen gelegenen Fläche um 35 weitere Gewächse. Favoriten waren Blut- und Rotbuchen sowie Spitzahorn. Außerdem entschieden sich die Stifter für Eiche, Feldahorn, Wildbirne, Bergahorn, Eberesche, Wildapfel und Hainbuche.

Unter freiem Himmel lauschten die Wittloher der Andacht, bevor es in den Wald ging.

Die Erinnerung an besondere Anlässe ist für die Stifter zweimal im Jahr der Grund, die jungen Bäumchen zu pflanzen, beispielsweise zu Hochzeitstagen, zur Taufe oder zur Konfirmation sowie zu runden Geburtstagen.

Ausgerüstet mit den notwendigen Gerätschaften, machten sich die Stifter auch diesmal eifrig ans Werk, das von ihnen gewünschte Gewächs in die Erde zu setzen. Dazu gab Fritz Kappenberg wertvolle Tipps.

Vor der Pflanzaktion waren schon kleine Löcher ausgehoben worden und neben jedes Loch wurde ein Pflock gesetzt, auf dem eine Plakette den Namen der Stifter sowie den Erinnerungstag dokumentiert. Der Baum wurde eingesetzt und mit Erde stabilisiert. Zum Abschluss wurde um den Baum Rindenmulch gestreut und die Erde mit Wasser getränkt.

Das Ehepaar Ahlers aus Armsen setzte diesmal eine ganz besondere Idee um: Es vergrub neben seinem Baum noch eine Kassette mit Dokumenten aus der heutigen Zeit, wie Fotos und Zeitungen. Obwohl das Ehepaar Eckermann aus Otersen erst in einigen Wochen das Fest der Goldenen Hochzeit feiert, wurde bereits jetzt ein Bäumchen zur Erinnerung an diesen Anlass gepflanzt.

Dennis Oswich, Pastor der benachbarten St.-Petri-Kirchengemeinde Kirchlinteln, löste seinen Baum-Gutschein ein, der vom Wittloher Kirchenvorstand bei der Begrüßung des Pastoren-Ehepaares Merle und Dennis Oswich als Willkommensgruß überbracht worden war. Das Baumgeschenk war mit dem Wunsch nach einem gedeihlichen Miteinander in der KiWi-Region verbunden gewesen, „auf dass die gute Zusammenarbeit weiter wachse und blühe sowie Frucht bringe und Samen streue“.

7. Pflanztag in der St. Jakobi-Gemeinde

In seiner Andacht sprach Pastor Wilhelm Timme von CO2-Werten, die noch nie so hoch gewesen seien wie heute. Mit der Pflanzaktion wolle die Kirchengemeinde ein Zeichen für die Bedeutung der Bäume für die Sauerstoffproduktion und für das Leben auf der Erde setzen. Jede Baumpflanzaktion, egal, wie groß oder klein sie sei, sei wichtig für die Natur und den Planeten Erde. Die Landeskirche habe kürzlich einen Beschluss verabschiedet, in dem es heißt: „Aus der Gnade Gottes, der uns diese Schöpfung zur Bebauung und Freude anvertraut hat, erwächst für uns als Landeskirche der Auftrag eines verantwortlichen Umgangs mit Natur und Lebewesen“.

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