Nach der Insolvenz gehört Kirchlintler Unternehmen zur schwäbischen Gruppe

Emkon: Es läuft optimal mit Optima

Der angehende Industriemechaniker Jannik Schrötter-Kock erklärt Yasmin Dittrich die Funktionsweise einer Etikettiermaschine.
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Der angehende Industriemechaniker Jannik Schrötter-Kock erklärt Yasmin Dittrich die Funktionsweise einer Etikettiermaschine.

Kirchlinteln – Schon im ersten Lockdown geriet die Kirchlinteler Firma Emkon in wirtschaftlich schwieriges Fahrwasser. Hochwertige komplexe Verpackungsmaschinen konnten nicht ausgeliefert werden. Liquiditätsengpässe waren die Folge und letztlich die Insolvenz. Mit dem Maschinenbauer Optima aus Schwäbisch Hall konnte ein Investor gefunden werden. Eine schon über längere Zeit gewachsene Geschäftsbeziehung wurde zur Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, so die Beteiligten.

Emkon Automation: Mit Optima Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit

„Mit der Optima-Gruppe ist das schon optimal gelaufen. Für uns ist das die beste Lösung, für die ich lange gekämpft habe“, sagte Andreas Dittrich, Geschäftsführer der ehemaligen Emkon GmbH, beim Pressegespräch. Nach der Insolvenz wurde der Kirchlinteler Verpackungsmaschinenhersteller zur Emkon Automation, einer Tochterfirma der schwäbischen Gruppe, der insgesamt über 2 500 Mitarbeiter im Stammhaus und weiteren Töchtern angehören. „Waren wir vorher Einzelkämpfer in einem hartumkämpften Markt, sind wir nun technologisch und wirtschaftlich viel breiter aufgestellt“, so Dittrich weiter.

Zur Konsolierung des Standorts Kirchlinteln mussten dennoch einige Arbeitsplätze abgebaut werden. Der neue Partner setze bei seiner Investition auf Synergieeffekte, indem zentrale, unternehmerische Aufgaben durch das Stammhaus unterstützt werden. Großes Plus der Kirchlinteler seien nach Auskunft Dittrichs die speziellen Fachkenntnisse bei Maschinen für losen Schnitttabak und dessen Verpackung gewesen. So gelte die Firma hier immer noch als Champion in dem speziellen Marktsegment. Kosmetikverpackungen und das Verpacken diverser Lebensmittel runden das Profil ab und sollen zukünftig wachsen. Auch deswegen gelten die aktuellen 52 Arbeitsplätze in Kirchlinteln als gesichert. Mittel- bis langfristig sei sogar ein Wachstum möglich. Denn das Standing bei den Kunden innerhalb der Optima-Gruppe sei wegen der technologischen Kompetenz sehr gut und Emkon Automation werde als gleichwertiger Partner anerkannt.

Emkon Automation: Aktuell Suche nach vier Auszubildenden

Aktuell würden daher auch vier Auszubildende gesucht, die eine gesicherte Perspektive bei Emkon und der Optima Gruppe reizt. „Wir suchen jeweils zwei Auszubildende als Mechatroniker beziehungsweise Industriemechaniker für den Standort in Kirchlinteln“, sagte Dittrich. „Wir wollen weiterhin unseren Nachwuchs auch selber ausbilden und so organisch mit viel Fachkompetenz wachsen“, ergänzte der Maschinenbauer. Zusätzlich böte sich die Chance, internationalen Herausforderungen innerhalb der Optima-Gruppe mit einer weltweiten Perspektive nach der Ausbildung anzugehen.

Einen guten Überblick der verschiedenen Abteilungen erfahren die Auszubildenden bei Emkon. Hier zeigt Yasmin Dittrich dem Kollegen Jannik Schrötter-Kock die kaufmännischen Abläufe für die Konstruktion der Verpackungsmaschinen.

Somit seien die Karrieremöglichkeiten nun durch die vielen Töchterfirmen in der Firmengruppe sehr reichhaltig. Emkon kann bei der Ausbildung weiterhin auf die erfahrenen Mitarbeiter Kai Rosebrock und Christian Viol sowie Nele Helmke zählen. Helmke kümmere sich dabei um die Azubis der Industriekaufleute. Sie bestätigte auch die gelungene Integration von Emkon Automation in die Optima-Gruppe. „Oft höre ich am Telefon: Schön, dass ihr jetzt auch zur Optima-Gruppe gehört“, sagte sie.

Karrieremöglichkeiten durch die vielen Töchterfirmen in der Firmengruppe

Während der Corona-Pandemie sind die betrieblichen Aktivitäten für die Ausbildungsinformationen natürlich sehr schwierig. So könnten die Praktika für Schüler derzeit leider nicht stattfinden. „Wir können jedoch Schnuppertage, unter strengen Hygienemaßnahmen, für Interessierte anbieten, damit sie unseren Betrieb und die Ausbildungsberufe kennenlernen können“, so Dittrich.

Viele Kirchlinteler nach wie vor im Heimatort tätig

Der familiäre Charakter des früheren Mittelständlers Emkon bleibe sichtbar, weil viele Kirchlinteler nach wie vor im Heimatort tätig seien. So auch Dittrichs Tochter Yasmin, die in dem Betrieb eine Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert. „Nach meiner Ausbildung zur tiermedizinischen Fachangestellten wollte ich nochmal etwas anderes machen und habe mich, auf Grund des guten Rufs und der Vielfältigkeit, für eine Ausbildung bei Emkon entscheiden. Hier ist man direkt ein Teil des Teams und darf überall mitwirken“, berichtete sie.  

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