Freiwillige hübschen Krug-Ensemble auf

Einsatz für den Lintler Blickfang

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Damit das schmucke Ensemble im Ortskern weiterhin ansprechend aussieht, engagiert sich eine Gruppe von Ehrenamtlichen. 

Kirchlinteln - Von Hermann Meyer. Fleißige Hände sorgten jetzt dafür, dass das Ensemble um den Lintler Krug wieder etwas schöner aussieht und in einen werterhaltenden Zustand gebracht wurde. Speziell geht es um das Werkstattgebäude in der historischen Ortsmitte. Die Farbe an den Türen musste erneuert werden. Ins Auge fallen da besonders die Ergebnisse der Arbeiten an den Regenleisten der doppelflügeligen Türen.

„Das weiche Tannenholz hat sich durch Nässe teilweise verfärbt und wird zum Futter zum Beispiel für Wespen, die sich im Laufe der Zeit immer mehr davon abraspeln“, erklärte Klaus Merkle. Für einen neuen Schutzauftrag hat Hartmut Beimes darum die alte Farbe an allen vier dreiflügeligen Türen abgeschliffen. Nach einer Vorstreichfarbe kam dann eine wetterfeste Farbe obendrauf. Ziel der fleißigen Aktiven vom Lintler Chor, zu denen auch Elke Beckmann und Giesela Ries gehören, sei es, „dass ein ansprechender Gesamteindruck zusammen mit dem Lintler Krug entsteht“, erläutert Merkle.

Beim Streichen: Hartmut Beimes (r.) , Klaus Merkle und Elke Beckmann arbeiten konzentriert.

Dass mit Farbe auch einiges falsch gemacht werden kann, zeigt sich bei den Balken des Fachwerks am Werkstattgebäude. „Die Balken sind mit Latexfarbe bestrichen. Das war nicht richtig, weil das stabile Eichenholz das Regenwasser nicht ausdunsten kann und somit langsam verfault“, wusste Merkle. Zwar ließe sich Latexfarbe durchaus abstrahlen, doch das koste viel Geld, was aber nicht vorhanden sei. Ein gutes Beispiel für die richtige Behandlung von Holz sei dagegen das Fachwerk des restaurierten Lintler Krugs. „Hier ist das Eichenfachwerk nicht mit Farbe behandelt und hält so tatsächlich Hunderte von Jahren.“

Zum positiven Gesamteindruck des malerischen Ensembles mit dem denkmalgeschützten zweigeschossigen Speichergebäude aus der Zeit um 1800 trugen im Laufe des zurückliegenden Jahres weitere Aktivitäten bei. Die mit kurzen Holzstämmen abgegrenzte Fläche am östlichen Teil des Werkstattgebäudes – ehemals als Spielplatz gedacht – hat sich nicht bewährt und wurde eingeebnet. Dadurch ist die Rasenfläche unter den großen Linden im Kruggarten nun größer geworden.

Unter der Latexfarbe fault das Eichenholz leider vor sich hin.

Im Laufe des Jahres wurde außerdem der marode Sichtschutzzaun am Gibbach von Bauhofmitarbeitern durch einen langlebigen Industriezaun ersetzt. Auch dadurch ist die Rasenfläche noch einmal gewachsen und die Pflege wesentlich bequemer geworden. Um den Rasenschnitt kümmert sich Günter Kreller.

In Kürze werden auch die liebevoll gepflegten Blumen in den Beeten winterfest gemacht. Helga Storch, die sich schon während der Umbauphase des Lintler Krugs um das komplette Grundstück gekümmert hat, pflegt weiterhin das Rosenbeet und das Beet an der Wehrstraße. „Ende des Monats werde ich die Rosen zurückschneiden und anhäufeln“, sagt sie. Christine Reinhardt und Ulla Redenius sind für das dritte Beet zuständig. Elke Beckmann schneidet die Ligusterhecke zur Landesstraße hin und kümmert sich zusammen mit Ilsemarie Bischoff um den Bauerngarten. Hartmut Beimes pflegt das Beet unter der großen Eiche an der Zufahrt zum Hof des Krugs. Neben diesen Ehrenamtlichen wird jetzt noch jemand gesucht, der das Brachland hinter dem Werkstattgebäude in Ordnung hält. Interessierte dürfen sich bei einem der Ehrenamtlichen melden.

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