Hausnummer kennzeichnet energieeffizientes Gebäude

Eine grüne Adresse

Einsatz für Klimaschutz (v.l.): Bernhard Schorn, Werner Kunath und Professor Dr. Dirk Olbers vor dem Werbebanner und dem zweirädrigen Informationsständer der „Grünen Hausnummer“ am Rathaus Kirchlinteln. - Foto: Leeske

Kirchlinteln - In der Gemeinde Kirchlinteln können sich private Wohngebäudeeigentümer ab sofort für eine „Grüne Hausnummer“ bewerben. „Den Antrag auszufüllen dauert nur zehn Minuten“, sagte Bernhard Schorn, stellvertretender Vorsitzender der Initiative für eine klimafreundliche Energieversorgung Ottersberg (ikeo) bei einem Informationsgespräch mit dem stellvertretenden Bürgermeister Werner Kunath im Rathaus Kirchlinteln.

Die Herausgabe der aus hochwertigem Glas grün eingefärbten Zahl ist jedoch an verschiedene Bedingungen geknüpft und zugleich Beleg dafür, dass das jeweilige Gebäude energetisch saniert oder nach neuesten Standards hochgezogen worden ist. Die Nummer sei als Auszeichnung des Einsatzes für Klimaschutz zu verstehen, so Schorn.

Dazu müssen die Neubauten mindestens den KfW-Effizienzhausstandard 55 erfüllen. Eine Sanierung muss aus mindestens drei Einzelmaßnahmen bestehen, wovon zwei die Gebäudehülle betreffen sollten. Die erforderlichen Nachweise sind dem Antrag als Kopie beizufügen. Weitere Informationen und das Formular gibt es auf der Internetseite der Initiative www.ikeo-ev.de. Der Bewerbungsschluss für die Auszeichnung im Sommer 2016 ist der 30. Juni.

Die wissenschaftlichen Experten von ikeo, zu denen auch der renommierte Klimaforscher Professor Dr. Dirk Olbers vom Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven gehört, werden jede Bewerbung nach den festgelegten Kriterien prüfen und alle energieeffizienten Objekte mit dem edlen Schmuckstück für die Hausfassade auszeichnen. Dadurch wird für die Öffentlichkeit bereits äußerlich, jenseits von allen Energiepässen, erkennbar, dass es sich bei dem Wohngebäude um ein klimaschonendes Bauwerk mit geringen Energiekosten im Sinne der Nachhaltigkeit handelt.

Die landesweite Kampagne unter der Federführung der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen geht nun im Landkreis Verden mit Unterstützung des Landrates Peter Bohlmann in die zweite Runde. Bereits acht Gebäude im Landkreis ziert eine grüne Hausnummer.

So liegt nun der Staffelstab in den Händen der Kirchlintelner. „Die Gemeinde wird dieses Projekt im Zuge des Strukturwandels und der Innenverdichtung der Dörfer voll unterstützen“, stellte Kunath im Rahmen des Gesprächs in Aussicht. Daher liegen die Bewerbungsunterlagen auch im Rathaus Kirchlinteln aus. Weitere Informationen können nach Bedarf erteilt werden.

Die Verantwortlichen hoffen, unter dem Dach von „Aller-Leine-Tal: Hier fließt Energie“ und dem neuen Netzwerk zum Klimaschutz „Energiewende Aller-Leine-Tal“ (Ewalt) möglichst viele Objekte in der Gemeinde mit der „Grünen Hausnummer“ prämieren zu können. Dadurch werde die überregionale Bedeutung des Projekts im Zuge der bundesweiten Mammutaufgabe Energiewende beworben. Dementsprechend werde es im Erfolgsfall eine würdige Übergabe der neuen Hausnummern nebst Urkunde an die jeweiligen Preisträger geben, versprechen die Verantwortlichen.

lee

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