30 Teilnehmer auf der Suche nach archäologischen Spuren in der Landschaft

Diverse Tonscherben aus sehr alten Zeiten gefunden

Die Teilnehmer der Exkursion mit ihren Fundstücken. - Foto: Merkle

Wittlohe - Wie und wo haben haben die eigenen Vorfahren während der Steinzeit gelebt? Die Möglichkeit, das zu erfahren, machte neugierig. So kamen etwas mehr als 30 Personen zusammen, um mit Werner Eibich auf die Suche nach archäologischen Spuren in der Landschaft zu gehen.

Die Nabu-Gruppe Kirchlinteln hatte hierzu eingeladen. Mit dem ehemaligen Lehrer Eibich, der über 40 Jahre an archäologischen Grabungen beteiligt war, hatte der Nabu einen kompetenten Kenner dieses Fachgebietes gefunden. Das Gemeindehaus der Kirchengemeinde Wittlohe war der Treffpunkt. „Mit so vielen Teilnehmern hatten wir nicht gerechnet“, freute sich Mitorganisatorin Bettina Bielefeld.

Bei der Vorbereitung zu der geschichtlichen Wanderung zeigte Eibich Grabungsfunde, gefertigt von Menschen, und Naturfunde wie Eisenerz. Erstaunen gab es, als er von einem einmaligen Fund, einer wahren Sensation, berichtete, nämlich einem Rennofen, der durch Schlammmassen über tausende Jahre hinweg konserviert worden war. In diesen Öfen war schon in der vorrömischen Eisenzeit um 800 vor Christus Raseneisenerz geschmolzen worden.

Dass im Raum Otersen/Wittlohe schon in der Steinzeit gesiedelt wurde, kann von den vielen Hügelgräbern, einem ehemaligen Großsteingrab und Funden von Tongefäßen oder deren Scherben abgeleitet werden. Ziel der Gruppe war es, Tonscherben zu suchen.

Nach einem Fußmarsch von knapp fünf Kilometern erreichte die Gruppe in einem Bogen der Lehrde die ehemalige steinzeitliche Siedlungsstelle. „Wenn ich Steinzeitmensch wäre, so hätte auch ich hier gesiedelt“, sagte der Exkursionsleiter. „Fisch, das ganze Jahr über eine sichere Nahrungsquelle, und fließendes Wasser zur Versorgung für Mensch und Tier.“ Und der sanft zum Wasser abfallende Dünenrücken habe auch bei Hochwasser einen guten Schutz geboten. „Mit dem Fund größerer Scherben ist hier nicht zu rechnen“, so Eibich, „weil bei der Feldbestellung mit einer Scheibenegge Gefäße und größere Stücke zerstört werden.“

Nach 20 Minuten wurden die Fundstücke präsentiert. Einige Scherben trugen Spuren, aus denen ersichtlich war, dass sie in einer Feuerstellte standen. Diese Fragmente durften die Finder behalten. Große Stücke sollten der Kreisarchäologin gemeldet werden, damit Zusammenhänge rekonstruiert werden können - klm

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