Abschied von Erzieherin Petra Bremecker

„Dinosaurier“ mit Freude und Leichtigkeit

Kinder und Erwachsene umringen, sitzend und stehend, eine auf einem Stuhl sitzende Frau.
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Kleine Party in der Campingecke: Es gab Geschenke, Lieder, Reden und auch ein paar Tränen zum Abschied von Petra Bremecker.

Neddenaverbergen – Lustig sei die Petra, sagten die Kinder. Sie sei sehr nett, würde immer helfen und außerdem ganz toll vorlesen. Basteln mit ihr mache großen Spaß und überhaupt: „Sie ist einfach nur lieb.“

Ruhephase der Altersteilzeit

Klar, dass den kleinen Neddenern der Abschied von ihrer Erzieherin Petra Bremecker gar nicht so leicht fiel. Aber halb so schlimm, es gibt ja Hoffnung auf ein Wiedersehen: Die 64-jährige, die jetzt in die Ruhephase ihrer Altersteilzeit eintritt, wird als Vorlesepatin bestimmt ganz oft zu Besuch in den kleinen Dorfkindergarten kommen.

Als Vertretungskraft im Einsatz

Seit fast genau 25 Jahren arbeitet Bremecker, die in Eitze lebt, bereits als Erzieherin in der Gemeinde. Angefangen hat sie in Kirchlinteln, wechselte dann nach Bendingbostel und später nach Otersen. Seit einigen Jahren ist sie Vertretungskraft und wechselt zwischen den Einrichtungen hin und her. „Anfangs war mir das ehrlich gesagt gar nicht so recht. Aber ich habe mittlerweile festgestellt, dass es eigentlich ganz angenehm ist.“ Als Vertretungskraft habe sie nämlich weniger Arbeit mit dem ganzen Drumherum gehabt. „Und so konnte ich mich ganz und gar auf das Wichtigste, die Kinder, konzentrieren.“ Und die hätten sich ihrerseits natürlich immer ganz besonders gefreut, wenn Bremecker nach längerer Zeit mal wieder in ihre Einrichtung gekommen sei. „Außerdem hilft der häufige Wechsel, im Kopf beweglich zu bleiben.“

Kita in Neddenaverbergen coronabedingt letzte Station

Aber mit Beginn der Corona-Pandemie habe sie dann bei der Gemeinde darum gebeten, nicht mehr zwischen den Einrichtungen wechseln zu müssen. Und so sei der kleine Neddener Kindergarten ihre letzte berufliche Station gewesen, wo sie sich sehr gut mit den Kolleginnen und der Leiterin Astrid Kleissl verstanden habe.

Leichtigkeit, Spaß und Freude

„Petra und ich – ich hab manchmal das Gefühl, wir sind die letzten beiden Dinosaurier“, sagte Kleissl etwas betrübt zum Abschied der geschätzten langjährigen Mitarbeiterin. „Wir haben so viele Feste zusammen gefeiert, Projekte durchgeführt, haben uns ergänzt und bereichert.“ Es sei eine schöne gemeinsame Zeit gewesen. „Es war bei uns nicht immer alles nur ernsthaft und problembeladen. Wir haben auch Leichtigkeit, Spaß und Freude gehabt.“

Sie sei Erzieherin aus Leidenschaft, sagte Bremecker. „Ich liebe Kinder einfach. Ich unterhalte mich gerne mit ihnen, ich liebe ihre Kreativität und ihre Ideen.“ Bei ihr habe durchaus auch mal Chaos herrschen dürfen – aber hinterher beim Aufräumen hätten immer alle anpacken müssen. „Ich bin ein Teamplayer, das wissen die Kinder.“ Ihre liebsten Arbeitstage seien die gewesen, an denen sie mit den Kindern viel Zeit draußen in der Natur verbringen konnte. „Die Waldtage zum Beispiel, die hab ich wirklich geliebt.“

Schwere Verletzung am Arm bei Sturz im Kindergarten

Die letzten Monate ihrer Dienstzeit gerieten dann leider komplett anders als geplant: Im April stürzte sie bei der Arbeit im Kindergarten und verletzte sich schwer am Arm, der seitdem gelähmt ist. „Ich hoffe jetzt, dass eine Operation mir meine Bewegungsfähigkeit zurückgibt“, sagt sie. „Denn ich kann es überhaupt nicht leiden, so auf Hilfe angewiesen zu sein.“

Was sie dagegen ausgesprochen gerne mag, sind entspannte Campingurlaube. Sie und ihr Mann Wolf-Dieter seien Reisende im Herzen, sagte sie. Und so wunderte es niemanden, dass Bremecker nach der Party zum Abschied noch einmal winkte – und dann direkt nach Dänemark abreiste.

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