Im neuen Fußball-Unterstand steckt viel Arbeit

Aufatmen beim TSV Lohberg: In Luttum wird wieder Sport getrieben

Ein längliches Gebäude am Rande eines Sportplatzes.
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Ziemlich stolz sind die Sportler auf ihren neuen Unterstand am Fußballplatz in Luttum. Kein Wunder, schließlich haben sie in den vergangenen Monaten ganz viele Arbeitsstunden in den Bau gesteckt. Jetzt muss nur noch der neu angesäte Rasen drumherum gedeihen.

Ob kleine Turner, jugendliche Hip-Hop-Tänzer, Kicker auf dem Fußballfeld oder sportliche Senioren – sie alle wollen endlich wieder loslegen. Und die aktuell niedrigen Inzidenzwerte bedeuten tatsächlich das Ende einer langen Durststrecke für die Aktiven im TSV Lohberg. „Dieses Gefühl geht durch alle Abteilungen im Verein: Wir freuen uns, dass wir wieder Sport treiben dürfen. Die Erleichterung ist riesig“, sagt die Vereinsvorsitzende Heidi Frede. Und tatsächlich: Fast alle Sportangebote stehen in Kürze wieder auf dem Plan – natürlich unter Auflagen und mit Hygienekonzepten.

Luttum –Grundsätzlich gilt im Moment: Der Sport wird ins Freie verlagert, wenn er nicht ohnehin schon draußen ausgeübt wird. „Wir haben schon vor einigen Wochen mit unseren Turnkindern an der frischen Luft Sport gemacht, es war noch recht kalt, aber niemandem hat das etwas ausgemacht“, berichtet Frede zufrieden. Die benötigten Gerätschaften würden kurzerhand draußen aufgebaut, wie etwa eine kleine Bobbycar-Slalomstrecke, alles gar kein Problem. „Die Hip-Hopper tanzen an der Skateanlage – und mit Zumba geht es demnächst auch draußen los.“

Fußballer hatten Sehnsucht

Auch Fußballtraining ist mittlerweile wieder erlaubt, sehr zur Freude zum Beispiel von Ü32-Trainer Fabian Otten. Falls er Sorgen gehabt hatte, nach der Corona-Zwangspause könnten sich die Reihen seiner Fußballer gelichtet haben, waren diese unbegründet: „Gleich zum ersten Training kamen 17 Mann, alle in gelöster Stimmung, sichtlich froh, endlich wieder die bekannten Gesichter zu sehen und miteinander zu kicken“, sagt der Trainer strahlend. „Ich glaube, viele haben den gemeinsamen Sport sehr vermisst.“

Damit das Hygienekonzept funktioniert, sei ein relativ großer Organisationsaufwand notwendig, sagt Fußball-Spartenleiter Steffen Lühning. „Aber es funktioniert gut, die Übungsleiter kommunizieren viel und stimmen sich untereinander ab.“

Sportler bringen sich beim Unterstand-Bau mit Eigenleistungen ein

Eine gute Organisation sei auch beim Bau des neuen Fußball-Unterstands auf der Sportanlage in Luttum notwendig gewesen, der vor Kurzem fertig geworden ist. „Der Boden unter dem alten Unterstand war immer wieder abgesackt, sodass wir ständig ausbessern mussten. Es war dringend notwendig, einen neuen zu errichten, allein aus Sicherheitsgründen“, erklärt Frede. In den Bau, der insgesamt 47 000 Euro gekostet hat, sind viele Fördergelder geflossen, von der Gemeinde, vom Landkreis und vom Landessportbund. Die Vereinsmitglieder haben die Kosten mit erheblichen Eigenleistungen ordentlich drücken können. Der Abriss des alten Unterstands, die Anlage eines neuen Fundamentes, Pflasterarbeiten, die Elektroinstallation – die Sportler haben die Zwangspause der vergangenen Monate mit Arbeitsdiensten sinnvoll genutzt. Allerdings fanden die Treffen auf der Luttumer Baustelle immer coronakonform statt – also zumeist in Zweierteams. „Dass man da nicht so viel schafft wie an einem Samstag mit 15, 20 Mann, ist ja klar“, so Otten. Doch nun ist es vollbracht, die Bauarbeiten sind abgeschlossen und die ersten Gerätschaften bereits eingeräumt.

Der neue Unterstand hat einen großen Vorteil gegenüber dem alten. Und der kommt bei den Fußballern besonders in der aktuellen Corona-Situation gut an: Endlich gibt es einen Umkleideraum direkt am Platz. Normalerweise ziehen sich die Sportler in der nahe gelegenen Schulturnhalle um – aber wegen der Pandemie darf diese im Moment von den Vereinsportlern nicht genutzt werden.

Eltern-Kind-Turnen derzeit nicht möglich

Das Hallenverbot hat außerdem zur Folge, dass das beliebte Eltern-Kind-Turnen weiterhin auf unbestimmte Zeit ausfallen muss. „Das bedauern wir sehr“, sagt Heidi Frede. „Es ist ein ausgesprochen beliebtes Angebot und die Teilnehmer kommen teils von weiter her.“ Aber ohne Halle sei es einfach nicht umsetzbar: Mit den ganz kleinen Kindern, die nur krabbeln können und sich gern alles Mögliche in den Mund stecken, sei es zu gefährlich, draußen herumzuturnen. „Deswegen hoffen wir, dass es bald eine Klärung mit der Gemeinde gibt, wie es mit der Nutzung der Halle weitergehen soll“, so Frede. Denn auch wenn im Moment die Stimmung im Verein ausgesprochen gut sei, weil es endlich wieder losgeht, denkt die Vereinschefin schon jetzt an die Zukunft. „Und ganz ehrlich, ich kriege schon etwas Bauchschmerzen, wenn ich an den Winter denke“, so Frede.

Hoffen auf eine weiterhin niedrige Inzidenz: Sportwart Fynn Bohlmann, Vereinsvorsitzende Heidi Frede, Fußballtrainer Fabian Otten und Fußball-Spartenleiter Steffen Lühning (v.l.) sind überglücklich, dass es nach langer Zwangspause endlich wieder losgehen kann.

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