Nach Insolvenzantrag: CDU besucht Kirchlintler Firma emkon / „Beachtliches Auftragsvolumen in der Hinterhand“

„Das Verfahren der Investorensuche ist alternativlos“

Miteinander im Gespräch (v.l.): Lars Rosebrock (emkon), Andreas Mattfeldt MdB, Andreas Dittrich (emkon), Arne Jacobs, Wilhelm Hogrefe und Maik Becker (emkon). Es fehlt Insolvenzverwalter Dr. Christian Willmer.
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Miteinander im Gespräch (v.l.): Lars Rosebrock (emkon), Andreas Mattfeldt MdB, Andreas Dittrich (emkon), Arne Jacobs, Wilhelm Hogrefe und Maik Becker (emkon). Es fehlt Insolvenzverwalter Dr. Christian Willmer.

Kirchlinteln – Mit der Firma emkon Systemtechnik Projektmanagement GmbH musste einer der größten Arbeitgeber der Gemeinde Kirchlinteln vor wenige Wochen einen Insolvenzantrag stellen (wir berichteten). Jetzt gehe es vor allem darum, einen passenden Investor zu finden, erklärte Insolvenzverwalter Dr. Christian Willmer bei einem Besuch der örtlichen CDU.

Ziel des Treffens, an dem auch MdB Andreas Mattfeldt und Ortsvorsteher Henning Leeske teilnahmen, war der Informationsaustausch und das Abwägen von Möglichkeiten zur Unterstützung. Mattfeldt führte aus, dass Mittel aus Corona-Hilfen hier nicht greifen, da die finanzielle Schieflage des Unternehmens bereits vor der Pandemie bestand. der Bundestagsabgeordnete sagte zu, Infos zum Unternehmen unmittelbar an Verteiler von Unternehmensverbänden weiterzugeben und für das Unternehmen zu werben. „Schließlich ist die Maschinenbaufirma insbesondere im Segment Tabak-Feinschnitt ein globaler Champion“, lobt er die Kompetenzen des Unternehmens.

„Eine Perspektive für die Beschäftigten und deren Familien hier in der Region muss das Hauptaugenmerk der weiteren Anstrengungen sein“, so Ratsmitglied Arne Jacobs. Die Geschäftsleitung von emkon hob in dem Zusammenhang die hohe Qualifizierung der Mitarbeiter hervor. Im weiteren Verfahren gelte es, einen Investor zu finden, der das Know-how des Unternehmens erkennt und investiert. Hier gebe es zu diesem frühen Zeitpunkt des Verfahrens vorsichtige Signale und erste Interessenbekundungen. Insolvenzverwalter Willmer hob hervor, dass bei einer Entscheidung über den Zuschlag nicht ausschließlich der Preis, sondern auch die Zahl der zu erhaltenen Arbeitsplätze eine wesentliche Rolle spielen werde. „Das Verfahren der Investorensuche als solches ist alternativlos“, unterstrich Willmer gleichwohl. Es gebe noch einen weiteren positiven Aspekt für potenzielle Investoren. „Das Unternehmen hat ein beachtliches Auftragsvolumen in der Hinterhand“, so Geschäftsführer Andreas Dittrich. Auch vor dem Hintergrund des sozialen Engagements der Firma für das Gemeinwohl sei der jetzige Insolvenzantrag schmerzlich, schreibt die CDU in einer Pressemitteilung. „Die emkon-Nachbarschaftshilfe hat in der Corona-Krise Einkäufe oder Botengänge für Menschen aus Risikogruppen oder hilfsbedürftige Menschen angeboten“, erinnerte Wilhelm Hogrefe (CDU). „Ohne emkon gebe es emforce als Patenprojekt für Berufseinsteiger nicht“, ergänzte Leeske abschließend.

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