Brücke zwischen Drei Kronen und Wittlohe wurde angepasst

In einem Rutsch über die Lehrde: Stufen weichen Anrampung

Durch die Wegnahme der Stufen und die neu geschaffene Anrampung kann die Lehrdebrücke problemlos überquert werden.
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Durch die Wegnahme der Stufen und die neu geschaffene Anrampung kann die Lehrdebrücke problemlos überquert werden.

Kirchlinteln-Wittlohe – Der Allerradweg zwischen Drei Kronen und Wittlohe ist barrierefrei. Wer von Hohenaverbergen aus durch den Dalsch über Wittlohe nach Otersen fährt, um die Fähre nach Westen zu nutzen, braucht vom Fahrrad nicht mehr abzusteigen. Die Brücke über die Lehrde kann in einem Zug genommen werden. Die Stufen sind weg, und eine Anrampung sorgt für eine bequeme Querung der Eichenholzbrücke.

Bislang war es immer ein schwieriges Unterfangen, auf die andere Seite der Brücke zu kommen. Besonders für Nutzer von Fahrrädern mit Anhänger, Liegefahrrädern und Fahrrädern mit Kindersitz war es nur unter großer Kraftanstrengung möglich, die Stufen zu bewältigen. Auch das U-Eisen, in dem die Räder hochgeschoben werden konnten, waren nicht optimal. Seit vergangenen Sonntag läuft es nun wie geschmiert. „Jetzt kann auch die 95-jährige Dorfbewohnerin die Lehrde mit ihrer Gehhilfe mühelos queren“, freut sich Ortsvorsteher Michael Jeske.

Bei einem Vor-Ort-Termin wies er auf die Geschichte der Brücke hin. Sie war mal vom Landkreis als Behelfsbrücke gedacht und hätte rund zwanzig Jahre bestanden, bevor die Standsicherung gefährdet war. Sie wurde damals oberhalb der Staumauer installiert. Ein halbes Jahr war die Brücke aus Nadelholz dann gesperrt, bevor im Zuge des Allerradwegs eine neue aus Eichenholz gebaut wurde. Nach und nach kamen immer wieder mal Beschwerden von mobilitätseingeschränkten Menschen, die gar nicht oder nur mit großen Problemen über die Brücke kommen konnten. Bereits im Mai 2017 wurde bei einem ersten Treffen der Wittloher Dorfrunde über dieses Thema gesprochen, erinnert sich Jeske. Im Zuge der Brückenerneuerung durch Zimmermann Gerrit Klockmann aus Otersen sollte auch der Fahrradweg auf seine ursprüngliche Breite wieder hergestellt sowie die Stufen an beiden Seiten der Brücke durch Rampen ersetzt werden.

So sah der Lehrdeübergang vorher aus: Drei Stufen und das U-Eisen, um Fahrräder bequemer auf die Brücke zu bekommen.

Die Realisierung des Projekts war ursprünglich mit der Einholung von Fördergeldern aus der Dorferneuerung verbunden. Dieses hätte allerdings zu einem größeren Verwaltungsaufwand und einem zeitlichen Verzug der Maßnahme geführt, weshalb sich Politik und Verwaltung in diesem Jahr zur Umsetzung mit „Bordmitteln“ entschlossen hatten. So hat die Gemeindeverwaltung jetzt beide Probleme in Angriff genommen und für Abhilfe gesorgt.

Vor Brücke: Radweg wieder auf zwei Meter ausgeweitet

Der auf eine Breite eines Pfades von knapp 50 Zentimetern zugewachsene Radweg hat jetzt wieder seine ursprüngliche Breite von zwei Metern. Fahrradfahrer können sich ohne Probleme begegnen und ausweichen, ohne absteigen zu müssen. Gleichzeitig wurden Teilbereiche neu mit Tragschotter und Mineralgemisch ausgeglichen.

Als oberste Schicht wurde Hansegrand eingebaut, das ist eine wassergebundene Decke, die den Weg atmen lässt, so Jeske. „Das Material ist extra für Überschwemmungsgebiete wie hier ausgelegt.“ Jetzt fehlt nur noch der Regen, damit der Hansegrand eine richtig geschlossene Decke bildet.

Michael Jeske auf dem Allerradweg, der in seiner ursprünglichen Breite von zwei Metern wieder hergestellt ist.

Der Wittloher Ortsvorsteher bedankt sich bei der ausführenden Firma Voß aus Eversen und der guten Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung. Vom Dalschweg kommend wird noch ein Schild aufgestellt, mit dem Hinweis Durchfahrt verboten – Radfahrer frei. Ob es nun auch noch eine offizielle Einweihung mit einer entsprechenden Feier geben wird, wie 2017 geplant, ist noch nicht entschieden.

Weitere gemeindeeigene Straßen sollen ausgebessert werden

Weitere gemeindeeigene Straßen werden nach Angaben von Volker Behrmann in nächster Zeit ausgebessert. Darunter die Lerchenstraße von Brunsbrock nach Klein Sehlingen, die Birkenstraße von Brunsbrock nach Kohlenförde, der Sehlinger/Bendingbosteler Weg zwischen Sehlingen und Bendingbostel und die Millionenstraße in Odeweg. Das hierbei gewonnene Fräsgut aus Asphalt wird in die Verlängerung der Schafwinkeler Dorfstraße gegenüber der Heilpflanzenschule eingearbeitet, um damit in diesem Abschnitt die Staubentwicklung zu verringern.

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