Bingo-Umweltstiftung zeichnet „Sohlgleiten im Gohbach bei Specken“ aus

Lob für Gewässer-Projekt

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Karsten Behr, Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung (2.v.l.), lässt sich von den Nabu-Mitgliedern Christian Dibbern und Sylke Bischoff sowie Anke Willharms von der Aktion Fischotterschutz (v.l.) das Gohbach-Renaturierungsprojekt erklären.

Specken - Der Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, Karsten Behr, zeichnete gestern die Aktion „Sohlgleiten im Gohbach bei Specken“ als Projekt des Monats Februar aus, nachdem die Fließgewässerumgestaltung des Nabu-Kreisverbandes Verden mit 12000 €Euro gefördert worden war. Der Kreisverband erhält nun im Zuge der Auszeichnung einen Scheck über 500 Euro€. Dafür bedankte sich die Projektleiterin Sylke Bischoff (Nabu): „Wir sind auf solche Fördergelder angewiesen.“ Behr: „Und Niedersachsen ist auf Menschen wie Sie angewiesen. Menschen, die sich ehrenamtlich für die Umwelt einsetzen.“

Der Nabu-Kreisverband hat ein Teilstück des Gohbachs in Specken naturnah umgestaltet. Die Naturschützer haben grobkörnigen Kies in den Bach eingebracht, damit die Strömung abwechslungsreicher wird und Fischarten wie Bachforelle, Elritze und Bachneunauge Möglichkeiten zum Laichen bekommen (Laichhabitate). Störsteine sollen strömungsberuhigte Zonen für Fische und Kleinstlebewesen schaffen. „Das vorhandene hohe ökologische Potenzial mit dem Nachweis der Arten Fischotter, Bachneunauge, Elritze und Bachforelle bietet eine gute Gelegenheit, ein naturnahes und ökologisch wertvolles Fließgewässer zu schaffen“, begründet Stiftungsgeschäftsführer Karsten Behr die Förderung durch die Bingo-Umweltstiftung. Die gute Arbeit des Kreisverbandes war der Stiftung bereits durch die Förderung vieler auf ehrenamtlicher Initiative basierender Projekte, insbesondere im Gewässerbereich, bekannt.

„Wir haben uns bei dem Projekt eng mit dem Otterzentrum Hankensbüttel abgestimmt“, erklärte Bernd Witthuhn vom Nabu. Dessen Träger, die Aktion Fischotterschutz, möchte erreichen, dass im Einzugsgebiet der Aller zukünftig wieder ein Netz aus naturnahen Gewässern und Auen die Landschaft verbindet, um die biologische Vielfalt zu entwickeln und zu bewahren. Viele Tierarten, darunter auch der Fischotter, das Symboltier für naturnahe Gewässersysteme, sollen sich wieder ungehindert ausbreiten können.

Karsten Behr überreichte den Vertretern des Nabu-Kreisverbandes die Auszeichnung in Anwesenheit vieler Unterstützer des Gohbach-Projektes. Unter ihnen waren zahlreiche Nabu-Mitglieder, aber auch Mitarbeiter der Kreisverwaltung, des Bodenverbandes und der Jägerschaft. Der Dank von Sylke Bischoff und Christian Dibbern vom Nabu, die Urkunde und Scheck entgegennehmen durften, galt allen, die sich bisher für den Gohbach eingebracht haben. Jeder habe nach seinen Fähigkeiten mitgeholfen. Bischoff: „Aber auch den Grundstückseigentümern gilt unsere Dank, weil sie es möglich gemacht haben, dass wir unsere Maßnahmen überhaupt umsetzen konnten.“

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