80 Mädchen und Jungen besuchen den Stand des Imkers Dieter Röpe

„Bienen sind unverzichtbar“

Die Jungen und Mädchen erfuhren allerhand über Bienen und die Honiggewinnung. Foto: Röttjer

Verden/Kirchlinteln – Der Bienenstand des Imkers Dieter Röpe aus Kirchlinteln war das Ziel von Ferienkindern, die in zwei Gruppen einen Einblick in die Geheimnisse der Imkerei erhielten. Seit vielen Jahren laden die Kirchlintler Imker mit der Unterstützung ihrer Ehefrauen ein, und meistens sind es an die 80 Mädchen und Jungen aus Kirchlinteln und Verden, die sich informieren.

Unter schattigen Bäumen lauschten die Kinder aufmerksam den Worten von Imker Werner Eibig, der in seiner Einführung viel über das Leben der nützlichen Insekten erzählte. Er bezog die Kinder mit ein und stellte Fragen, die von den Mädchen und Jungen meist richtig beantwortet wurden. „Die Kinder waren sehr konzentriert und arbeiteten richtig toll mit“, freuten sich Dieter Röpe und Werner Eibig.

Anschließend wurde der am Waldrand gelegene Bienenstand erkundet, wobei erfahrene Imker die in mehrere Gruppen eingeteilten Kinder betreuten und an einzelnen Stationen die Arbeit der Bienen in ihren Behausungen und an ihren „Arbeitsplätzen“, den Bienenstöcken, zeigten.

Anschließend beobachteten die jungen Besucher die Gewinnung des Honigs durch den Imker. Hier wurde den Kindern vor Augen geführt, wie wichtig die Bienen sind: „Sie sind unverzichtbar, und ohne sie wäre die Natur nicht so, wie sie ist.“ Die emsigen Insekten flögen von Blüte zu Blüte, bestäubten die Blüten und sorgten damit für das Wachstum von Früchten. So brächten die Obstbäume gute Erträge, erläuterten die Imker. Weitere Pflanzen seien auf den Blütenbesuch von Bienen sowie Fliegen, Wespen und Schmetterlingen angewiesen, denn der Ertrag im Pflanzen-, Garten- und Obstbau werde dadurch höher und sicherer, erfuhren die Kinder.

An anderen Stationen informierten Imker über ihre Arbeit. Sie sicherten die von den Bienen von ihren Flügen mitgebrachten Blütenbestandteile und verarbeiteten sie weiter. Die Kinder lernten die Geräte kennen, mit denen Imker beispielsweise Honig gewinnen. Auch den Ganzkörper-Arbeitsanzug zeigten die Imker. Er schützt bei der Arbeit mit den Bienen. Interessant fanden es die Jungen und Mädchen auch, Bienenkörper oder Waben und Pollen zu betrachten. Sie sahen auch, was mit Wachs alles gebastelt werden kann, beispielsweise Kerzen.

Nachdem die Kinder ihren Wissensdurst gestillt hatten, stärkten sie sich mit Honigbrötchen. Zum Schluss gab es für jeden Teilnehmer ein Glas Honig mit auf den Heimweg.

Die Imker freuten sich über das Interesse der Kinder. „Vielleicht haben wir Kinder dafür begeistern können, später selbst Bienenvölker zu haben“, hofft Röpe auf Imkernachwuchs: „Vielleicht ist von den Müttern oder Vätern aber schon jetzt jemand interessiert und möchte Imker werden. Berufsimker sind selten, überwiegend wird die Imkerei neben dem eigentlichen Beruf betrieben“, erzählte Dieter Röpe.  rö

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