Brandsimulationsanlage in Neddenaverbergen

Beste Bedingungen für Löschtraining

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Auf dem Sportplatz in Neddenaverbergen wurde eine mobile Industriebrandsimulationsanlage aufgestellt.

Neddenaverbergen - Das Verhalten und die Vorgehensweise der Einsatzkräfte der Feuerwehren bei Gas- und Industriebränden standen im Mittelpunkt einer Fortbildung für mehr als 50 Feuerwehrleute aus den Ortsfeuerwehren der Gemeinde Kirchlinteln. Für eine theoretische und praktische Unterweisung war auf dem Sportplatz in Neddenaverbergen eine mobile Industriebrandsimulationsanlage aufgestellt worden.

Diese Trainingsanlage bietet die Chance, verschiedene Einsatzszenarien zu simulieren und unterschiedliche Löschmittel auszuprobieren. Außerdem ermöglicht die Anlage Hilfeleistungen und Brandbekämpfung gleichermaßen. Die theoretische und praktische Schulung bei den Einsätzen bei Feststoff-, Flüssig- und Gasbränden, die insgesamt vier Stunden umfasste, übernahmen drei Ausbilder der Werksfeuerwehr der ExxonMobil und der Firma Erdgas Münster, selbst aktive Mitglieder in Feuerwehren.

Die Vorgabe war für alle Aktiven, die in vier Gruppen aufteilt wurden, gleich: Die Hitzeentwicklung am Brandherd ist sehr hoch, Gas strömt aus und hat sich entzündet. Die Ortsfeuerwehr löscht den Brand, während andere Kameraden einen in Not geratenen Menschen retten müssen, dem die Flammen den Weg abgeschnitten haben. Dabei müssen die Feuerwehrleute alle Komponenten der einzelnen Übungen miteinander verbinden.

Zuerst Theorie-Ausbildung notwendig

Vor dem praktischen Einsatz stand die einstündige theoretische Ausbildung. „Geschult wurden hier die Lageerkundung vor Ort, das Einschätzen der Gefahren und das Treffen von Entscheidungen aufgrund einsatznaher Kommunikation“, erklärt Axel Bodenstab von der ExxonMobil-Werksfeuerwehrleitung.

Drei Stunden dauert danach der Praxisteil. Die Abschnitte steigen im Schwierigkeitsgrad und nach jeder Einheit erfolgt die Analyse. Da unterschiedliche Löschmittel zum Einsatz kommen, können die Kameraden üben, welches am effektivsten eingesetzt werden kann. „So können die gemachten Erfahrungen im nächsten Einsatz gleich umgesetzt werden“, erklärt Uwe Rohlfs von „Delta Safety & Protection“. Diese Firma ist deutschlandweit unterwegs, und schult mit den mobilen Trainingsanlagen die Einsatzkräfte vor Ort.

„Alle Teilnehmer waren begeistert von dieser Fortbildung“, erläuterten Gemeindebrandmeister Holger Müller und der Neddener Ortsbrandmeister Marco Oestmann, ein Dank gelte der ExxonMobil und Erdgas Münster, die beide in Lehringen eine Gasverteilerstation betreiben.

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