Eritreer stellen sich in Brunsbrock vor

Begegnung mit Emotionen

Nicole Rath (stehend) freute sich, dass so viele, mehr als 80, interessierte Bürger zum Kennenlerncafé gekommen waren, um mit den Männern aus Eritrea ins Gespräch zu kommen. - Fotos: Röttjer

Brunsbrock - Überwältigt von der Resonanz der Bevölkerung aus der Region um Brunsbrock zeigte sich die Privatinitiative, die zu einem „Kennenlern-Café“ in das Schützenhaus eingeladen hatte. Dieses Treffen sollte den Bürgern die Gelegenheit bieten, die sechs Flüchtlinge aus Eritrea kennen zu lernen, die seit einiger Zeit in der Ortschaft wohnen.

Vor allem Nicole Rath und Natalie Poeschke, aber auch Rolf Sievert und Harald Nordhausen kümmern sich um die sechs Flüchtlinge und unterstützen die Männer nach Kräften bei Wünschen, die an sie herangetragen werden. Mit der Zeit war aber sowohl bei diesem Team als auch bei den Bürgern der Wunsch gewachsen, mit den Eritreern intensiver ins Gespräch zu kommen.

„Wir freuen uns riesig, dass dieses Angebot so gut angenommen wird“, zeigte sich Harald Nordhausen stolz in seiner Begrüßung der über 80 Gäste, auch aus der näheren Umgebung.

Nach Kaffee und Kuchen wurde es dann mucksmäuschenstill, denn der Wunsch der sechs Männer war es gewesen, sich selbst kurz vorzustellen. Anfangs waren sie etwas nervös, denn sie stellten sich auf Deutsch vor. Der freundliche Beifall machte ihnen Mut und sie berichteten einige persönliche Dinge.

An einer Landkarte zeigten die Flüchtlinge ihre Heimatorte.

Im weiteren Verlauf des Treffens zeigten Nicole Rath und Nathalie Poeschke in einem Diavortrag unter anderem Bilder, die eine Flucht dokumentierten. Sie stellten dabei auch das afrikanische Heimatland der Männer vor, das der ebenfalls anwesende Fritz Ibold aus Ottersberg näher kennen gelernt hatte. Auch er berichtete von der besonderen Problematik des Landes und seiner Bewohner und brachte auf einer Landkarte die geographische Lage Eritreas näher.

Im Anschluss suchten einige Gäste das Gespräch mit den Flüchtlingen, wobei drei Dolmetscher assistierten. Auch hier gab es interessante Details zur persönlichen Situation. „Es war ein interessantes Treffen mit einigen Emotionen“, so Nordhausen, dazu habe zum Schluss ein Lied beigetragen, das Rolf Sievert mit seiner Gitarre anstimmte und das dann gemeinsam mit den sechs Männern und allen Gästen gesungen wurde. Nordhausens Fazit: „Das macht allen Mut, so weiterzumachen. - rö

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