Bauvorhaben soll zum Jahresende abgeschlossen sein / Neue Dalben

Vorhäfen der Schleuse werden immer komfortabler

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Martin Meier, Oberbauleiter bei Matthäi Wasserbau, auf der neuen Aussichtsplattform.

Dörverden - Die Arbeiten zum Ausbau der Vorhäfen der Schleuse Dörverden laufen planmäßig. Das Wetter ist gut und begünstigt den Fortschritt der Maßnahme. Wenn auch mit einem straffen Zeitplan, so liege man doch auf Kurs, so Diplom-Ingenieur Martin Meier, Oberbauleiter bei Matthäi Wasserbau. Zurzeit werden die 28 abgängigen Anlegedalben für die Schifffahrt durch neue ersetzt und vom Wasser aus im Uferbereich eingerammt. Ein Teil der Anlegedalben, so Meier, werde Landgangsstege erhalten, damit für die Schiffsbesatzungen der Zugang ans Ufer gewährleistet ist.

Bislang wurden 18 der etwa 20 Meter langen Dalben in den Grund der Weser eingelassen. Meier erklärt: „Die Dalben werden etwa 13 Meter tief in den Boden gerammt und ragen am Ende im unteren Vorhafen etwa sieben Meter und im oberen Vorhafen um 4,40 Meter aus dem Wasser heraus.“ Die Rammvorrichtung selbst habe schon ein Gewicht von etwa zehn Tonnen. Die alten Dalben, große Eisenpfähle, die aus dem Grund des Dörverdener Schleusenbeckens ragen und an denen Schiffe festgemacht werden, wurden bereits vor Jahrzehnten gesetzt und sind laut Meier teils völlig marode.

Im Zuge der Baggerung wurden das Ufer und in Teilbereichen auch die Hafenbausohle mit Wasserbausteinen gesichert. Meier: „Hierfür wurden 55000 Tonnen Wasserbausteine mit Binnenschiffen antransportiert und ebenfalls vom Wasser aus eingebaut.“

Als weitere Maßnahme wird zurzeit am Westufer des oberen Vorhafens eine Umsatzstelle für Fahrzeuge angelegt und zwar als rückverankerte Spundwandkonstruktion. Teils wurden die Betriebswege, Zufahrten und Stellplätze bereits neu hergestellt und auf dem Schleusengelände eine Aussichtsplattform, mit dem Modell der Schleusenanlage im Inneren, errichtet. Außerdem sollen im Bereich der Liegestellen noch Müllboxen gebaut und die Vorhäfen mit einer neuen Beleuchtung ausgestattet werden. Meier: „Die Vorhäfen der Schleuse Dörverden werden zum Jahresende in neuem Glanz erstrahlen.“

Die neue Weserschleuse Dörverden wurde ausgebaut, um der zukünftigen Verkehrsentwicklung mit übergroßen Großmotorgüterschiffen und Schubverbänden Rechnung zu tragen. Dementsprechend müssen auch die Vorhäfen mit den dazu gehörenden Liege- und Warteplätzen für das Großmotorengüterschiff ausgelegt werden. Im Auftrag der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes führen die Firmen Mätthäi Wasserbau, Colcrete-von-Essen und Hydro Wasser- und Tiefbau den Ausbau der Vorhäfen aus, dessen Auftragswert auf 14,5 Millionen Euro beziffert wird.

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