Bahnstrecke Verden – Rotenburg:

Wedehofer Tunnel soll geschlossen werden

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Harm Kruse mit seinem Schlepper in der Bahnunterführung „Am Holtumer Moor“, die erneuert werden soll.

Holtum (Geest) - Der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Verden – Rotenburg ist beschlossene Sache. Dieses Bauvorhaben wirft schon jetzt seine Schatten voraus, weil die Planungen einige richtungsweisende Entscheidungen verlangen. In Holtum steht deswegen die Schließung der Bahnunterführung bei der Siedlung Wedehof zur Diskussion. Als Alternative wolle die Bahn aber einen Feldweg parallel zum Bahndamm bis zum großen Bahntunnel bei Holtum ausbauen.

Bei einem Ortstermin schlug die Gemeindeverwaltung eine derartige Lösung bereits vor. In der Vorlage für den Bauausschuss heißt es: „Die verwaltungsseitige Idee wurde vorgestellt und erörtert, mit der Bahn darüber zu sprechen, dass ein Neubau im Bereich Wedehof möglicherweise entbehrlich sein könnte, wenn auf der Holtumer Seite der bestehende Parallelweg von Am Holtumer Moor zu den landwirtschaftlichen Flächen im Bereich Wedehof für landwirtschaftlichen Verkehr ausgebaut würde. Der erforderliche Grund und Boden dürfte sich weitestgehend bereits im Eigentum der Bahn befinden.“.

In der entsprechenden Sitzung des Gremiums sagte Bürgermeister Wolfgang Rodewald, dass die kompletten Kosten aller Baumaßnahmen inklusive Planungskosten von der Bahn getragen werden sollen und dass die zu erneuernde Unterführung „Am Holtumer Moor“ ein rechteckiges Profil mit den aktuellen Maßen der Durchfahrtshöhe und Breite erhalten solle.

Auf dem derzeitigen Feldweg neben dem Bahndamm gibt es kaum ein Durchkommen für Harm Kruse und seine Berufskollegen.

Ein Vorteil für die Anrainer in Wedehof wäre, dass der Verkehr auf den neuen Wirtschaftsweg verlagert werden würde und die Landwirte mit ihren Traktoren auch nicht mehr über die Kreisstraße fahren müssten, um zu ihren Flächen zu kommen. „Für mich ist ein voll asphaltierter Wirtschaftsweg die einzige ernst gemeinte Lösung, weil ein Schotterweg regelmäßig gepflegt werden müsste. Das würde bei der Bahn sicherlich nur mit Druck geschehen“, sagte der betroffene Landwirt Harm Kruse. Diese Realisierung sollte aus Sicht der Gemeinde auf jeden Fall voll von der Bahn finanziert werden, weil die Kosten wesentlich geringer seien als bei zwei neuen Unterführungen.

Eine Nutzung des aktuellen Feldweges sei laut Kruse zurzeit von den rund sechs betroffenen Landwirten nur sehr eingeschränkt möglich, da die feuchte Witterung für tiefe Schlammlöcher gesorgt habe. Daher sei der Umweg über den Wedehof im Moment die Praxis. „Nach einer Schließung des Tunnels am Wedehof wäre die Beanspruchung des Weges sicher noch viel höher und der Zustand würde wesentlich schlechter werden“, so Kruse. Auch die Mitglieder des Modellflugvereins würden über den neuen Wirtschaftsweg ihren Flugplatz 200 Meter nordwestlich vom Wedehof erreichen. Deswegen sei eine vernünftige Qualität der Ersatzstraße auch notwendig.

Einige Bahnkilometer weiter in Richtung Rotenburg wird in der Ortschaft Westerwalsede eine ähnliche Lösung angestrebt. 

lee

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