Auszeichnung für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer in Berlin

„Repräsentanten einer stolzen Tradition der SPD“

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Glückwunsch an Margarete Eckermann und Friedel Koch von Manuela Schwesig (M.), stellvertretende SPD-Parteivorsitzende und Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Berlin/Kirchlinteln - Neben rund 400 weiteren SPD-Mitgliedern wurden aus dem SPD-Ortsverein Kirchlinteln Margarete Eckermann (Otersen) und Friedel Koch (Armsen) für ihr ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe geehrt.

Die SPD hatte Sozialdemokraten nach Berlin ins Reichstagsgebäude eingeladen, um sich bei ihnen dafür zu bedanken, dass sie Menschen, die vor Krieg, Hunger und Vertreibung flüchten mussten, mit Hilfsbereitschaft und Mitgefühl empfangen.

Margarete Eckermann bringt einem 18-jährigen Flüchtling aus dem Sudan, der nicht lesen und schreiben kann, im Einzelunterricht die deutsche Sprache nahe. Zusammen mit einem Lehrer- Ehepaar aus Armsen unterrichtet sie weitere sechs Flüchtlinge aus Eritrea und zwei Familien aus Albanien. „In Kürze werden noch zehn Sudanesen dazukommen, da müssen wir mal sehen, wie wir das hinbekommen in den nächsten Monaten“, sagte sie.

Armsens Ortsvorsteher Friedel Koch sagte Ende Juli auf einer Veranstaltung im Lintler Krug zum Thema Flüchtlinge: „Die Integration in Armsen läuft gut, es gab bislang keine Probleme.“ Dass er einen Großteil dazu beitrug, erwähnte er nicht. Mittlerweile hat er 15 verkehrssichere Fahrräder besorgt, damit zumindest ein Teil der 31 Flüchtlinge im Ort mobil ist. Er kümmert sich praktisch um alles. Wenn es Probleme gibt, fährt er mit den Betroffenen zum Landkreis, zum Arzt oder zum Krankenhaus. Zudem kümmert er sich darum, wenn der Fernseher in der Gemeinschaftsanlage nicht läuft.

„Wir sind stolz, dass bei der Flüchtlingshilfe Sozialdemokraten in der ersten Reihe stehen“, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, Christine Lambrecht. Margarete Eckermann und Friedel Koch aus Kirchlinteln gehören dazu. „Sozialdemokraten müssen Kümmerer sein“, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel in seiner Rede. „Wir zeigen, dass Solidarität kein leeres Wort ist.“ Gabriel erinnerte an die vielen Flüchtlinge in der Geschichte der SPD, ob sie sich während der Kaiserzeit verstecken mussten oder vor den Häschern der Nazis. „Ihr repräsentiert eine der stolzesten Traditionen der SPD“, lobte er die Versammelten. „Ihr seid die Besten der Partei.“

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