Ausschuss diskutiert Pläne für neue Krippe im Kirchlintler Schulgebäude

„Bedarfe sind eindeutig da“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Kirchlinteln - Die Kirchlintler Politiker behalten die Entwicklung der Kinderzahlen in der Gemeinde und die zu erwartenden Betreuungsbedarfe weiterhin fest im Blick. Der Ausschuss für Jugend, Frauen, Sport, Soziales und Kultur diskutierte am Donnerstagabend unter anderem, ob und wo neue Räumlichkeiten für eine weitere Krippengruppe geschaffen werden sollen. Derzeit werden für insgesamt 242 Kinder in der Gemeinde im entsprechenden Alter 75 Krippenplätze zur Verfügung gestellt – eine Versorgungsquote von knapp unter 45 Prozent.

„Die Notwendigkeit, weitere Krippenplätze schaffen zu müssen, ist nach wie vor eindeutig“, so Bürgermeister Wolfgang Rodewald, der noch einmal auf den Rechtsanspruch hinwies.

Eine bedeutsame Änderung werde sich, erklärten Rodewald und seine Mitarbeiter, künftig bei der Summe der Bundesförderung ergeben, denn es werden jetzt 12000 Euro pro Platz gewährt. Bisher lag die Fördersumme bei 7700 Euro.

Darüber hinaus möchte der Landkreis den Ausstieg aus der Investitionskostenförderung zugunsten einer erhöhten Betriebskostenförderung zum 1. Januar 2016 auf den Weg bringen. „Die längstens noch bis Ende 2017 geförderten Baumaßnahmen müssen bis spätestens 30. November 2015 beim Landkreis angemeldet sein. Danach sollen Baumaßnahmen nicht mehr gefördert werden“, erklärte der Verwaltungschef. Und kam zum Schluss: „Wir müssten doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn wir jetzt nicht noch eine neue Krippe, die wir auf jeden Fall brauchen, auf den Weg bringen würden.“ Ausschussvorsitzende Elke Beckmann (SPD) lobte: „Das ist sehr vorausschauend gedacht. Wir sollten die Chance nutzen.“

Der Verwaltungsvorschlag sieht vor, im stark sanierungsbedürftigen Trakt F der Schule am Lindhoop neben einem weiteren Hortangebot auch Räumlichkeiten für eine Krippengruppe mit 15 Plätzen herzurichten. Die Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss sollen dafür umgebaut und das Dach erneuert werden. Die Verwaltung legte dem Ausschuss auch Zahlen vor, was das Ganze möglicherweise kosten könnte: Die genannten 492000 Euro seien aber, so Rodewald, nur eine ganz vage Schätzung. „Das ist ein altes Gebäude, wenn man da eine Wand aufmacht, können da böse Überraschungen warten.“

Die Alternative, stattdessen an den Kindergarten Bendingbostel anzubauen, sei gar keine. Rodewald: „An Kirchlinteln führt, so leid es mir für Bendingbostel tut, in meinem Augen kein Weg vorbei.“ Dafür sprächen zum einen vor allem die Bedürfnisse der Eltern, deren Wege zur Arbeit nun einmal besonders häufig durch Kirchlinteln führten. Zum anderen müsse man auch in Betracht ziehen, dass die Betreuungsbedarfe vielleicht wieder sinken. Im Schultrakt würden sich schneller neue Nutzungsmöglichkeiten für die Räumlichkeiten finden.

„Die Bedarfe sind da, das ist eindeutig. Aber es geht hier um rund eine halbe Million Euro Investitionskosten, vielleicht sogar um deutlich mehr. Wir müssen das erst mit unserer Fraktion besprechen“, so Arne Jacobs. Deswegen gab es seitens der CDU zwei Enthaltungen, die restlichen Ausschussmitglieder stimmten dafür, dem Gemeinderat zu empfehlen, die Krippe am Standort Kirchlinteln zu planen.

rei

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