Vereinbarung mit Deutscher Bahn empfohlen

Ausbau der Strecke bei Holtum (Geest): Nur ein Tunnel soll bleiben

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Die Bahnstrecke Verden – Rotenburg wird zweigleisig. In den Planungen können alle ein 3D-Modell von den Lärmschutzmaßnahmen begutachten. Hier der Holtumer Bahnübergang der Kreisstraße in Richtung Wedehof.

Kirchlinteln - Der Bauausschuss Kirchlinteln hat mittlerweile eine Zustimmung zur Vereinbarung zwischen der Gemeinde Kirchlinteln und der Deutschen Bahn AG bezüglich des Verzichts eines Bahntunnels mehrheitlich beschlossen.

Diese Vereinbarung sieht vor, im Rahmen des zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Verden – Rotenburg einen der beiden Bahntunnel in Holtum (Geest), den am Wedehof, zu schließen und stattdessen einen asphaltierten Bahnparallelweg von dem Logistikkonzern errichten zu lassen (wir berichteten).

Der Teamleiter der Planungsgruppe von der Deutschen Bahn, Carsten Alexander Müller, hatte den Ausschussmitgliedern zuvor die geplanten Baumaßnahmen an der Bahntrasse vorgestellt. Die Strecke werde zweigleisig elektrifiziert ausgebaut mit einer Achsentonnenlast von 25 Tonnen und einer Leitgeschwindigkeit von 160 km/h. Im Zuge der weiteren Planungen werde es auch eine dreidimensionale Visualisierung von der Strecke inklusive der neuen Lärmschutzmaßnahmen für die Anlieger geben, so Müller.

Für den Ausbau werden neue Unterführungsbauwerke auf der gesamten Strecke notwendig. Die auch künftig bestehende Unterführung „Im Holtumer Moor“ werde dazu in einer rechteckigen Form mit einem Stahlbetonrahmen neu errichtet.

Neuer Wirtschaftsweg wird 3,5 Meter breit

Der neue Wirtschaftsweg mit einer Breite von 3,5 Metern und einer Länge von rund einem Kilometer könnte sogar unter Umständen vorfahrtsberechtigt sein, wodurch die Verkehrssicherheit am Holtumer Tunnel erhöht werden würde. Außerdem werde eine tragfähige Asphaltdecke für eine entsprechende Langlebigkeit aufgetragen.

„Die Bahn macht nur eine Variante im Sinne der Wirtschaftlichkeit. Wichtig ist uns dabei, dass die Umsetzung die Gemeinde Kirchlinteln keinen Euro kostet“, sagte Bürgermeister Wolfgang Rodewald. Die Bahn spare bei dieser Variante, gegenüber einer mit zwei neuen Unterführungen, nämlich bis zu 200.000 Euro der ursprünglichen 2,5 Millionen Euro Gesamtkosten ein.

lee

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