„Auf dem richtigen Weg“

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Auf Kurs: Die Linie 781 hatte im vergangenen Jahr 1 736 Fahrgäste zu verzeichnen.

Kirchlinteln - Es gab Zeiten, da wurde der Bürgerbus Kirchlinteln von vielen Seiten kritisch gesehen. Waren es zuerst Streitigkeiten im Vorstand, so stand später der Betrieb des Busses auf der Kippe, weil es nicht genügend ehrenamtliche Fahrer gab. Auch die Fahrgastzahlen waren in den ersten Jahren nicht sonderlich beeindruckend.

Doch die Verantwortlichen blieben am Ball – und mittlerweile, das belegen die neuesten Zahlen, hat sich das Angebot, das es seit 2009 gibt, etabliert.

4 012 Personen haben den Bus im vergangenen Jahr genutzt. Das sind fast 500 Fahrgäste mehr als noch 2012. Eine Steigerung um zwölf Prozent hat der Verein erreicht. Grund genug für Peter Ziehm, den engagierten langjährigen zweiten Vorsitzenden, eine positive Bilanz zu ziehen. „Wir haben unser Angebot immer wieder genau unter die Lupe genommen und den Bedarfen der Bürger angepasst“, erklärt er. Das sei seiner Meinung nach der Hauptgrund dafür, dass der Bus in der Bevölkerung eine höhere Akzeptanz erfahren hätte.

„Aber auch unser Erscheinungsbild als Verein hat sich deutlich verändert. Streitigkeiten wurden beigelegt, engagierte Menschen haben sich für die Vorstandsarbeit gefunden. Wir haben da schon viele positive Rückmeldungen bekommen.“

Insgesamt brauche, meint Ziehm, im ländlichen Bereich jedes neue Projekt eine gewisse Anlaufzeit, um sich zu etablieren. „Die Menschen hier sind etwas vorsichtiger und schauen sich die Sachen erst einmal in Ruhe an.“

In fast jedem Monat hat der Bürgerbus in 2013 mehr Gäste gehabt als 2012. Einzig im Juli und im Dezember hatte es Einbrüche gegeben, die sich einfach erklären lassen. Im Juli waren Schulferien, im Dezember fehlten einige Fahrtage.

Vier Touren werden derzeit angeboten. Am stärksten frequentiert ist laut der Fahrgastanalyse die 781 von Kirchlinteln über Kükenmoor, Heins, Bendingbostel und wieder zurück: 1 736 Fahrgäste hatte sie 2013 zu verzeichnen.

Die innerörtliche Linie 782 kommt dagegen gerade mal auf 390 Fahrgäste. „Aber auch das ist ein tolles Ergebnis, da muss man sich nämlich mal vor Augen halten, dass sie mit ihrer kurzen Strecke die höchste Anzahl an Fahrgästen pro gefahrenen Kilometer hat“, erklärt Ziehm.

Auch dem Bürgermeister ist die Entwicklung nicht entgangen: „Der Vorstand hat sich super entwickelt und mit Rüdiger Klinge einen sehr engagierten Vorsitzenden gefunden. Der Bürgerbusverein ist genau auf dem richtigen Weg“, so Rodewald, dem besonders gut gefällt, dass sich der Verein jetzt mit anderen Initiativen, wie Kino im Krug oder dem Tourismusverein, vernetzen will.

„So war es auch nur folgerichtig, dass der Rat beschlossen hat, dass die Gemeinde die Ausfallbürgschaft des Vereins weiterhin, auf jeden Fall bis zum Fahrplanwechsel 2015, übernehmen soll.“

Im Verein freute man sich im vergangenen Jahr, neue Fahrer gefunden zu haben. „Aber, wie es eben so ist: Die meisten von uns sind Rentner. Und dann hat man mal ein paar Wehwehchen, braucht eine neue Hüfte oder hat es im Kreuz“, sagt Ziehm. „Wenn sich die Krankheitsfälle in Zukunft häufen, wäre es schon schöner, wenn wir auf einen größeren Pool an Fahrern zurückgreifen könnten.“

Neue Freiwillige wären also willkommen. Wer sich über diese außergewöhnliche Art des Ehrenamtes informieren will, kann sich beim Vorsitzenden Rüdiger Klinge, Telefon 04236/230, melden.· rei

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