Abwechslungsreiche Ausstellung der Werke aus den Malkursen / Neue Saison beginnt

In Armsen sagen manche Bilder mehr als 1 000 Worte

Die Besucher waren fasziniert von den vielen unterschiedlichen Techniken und Motiven. - Fotos: Röttjer

Armsen- „Jedes Mal bin ich wieder überrascht und tief vom Können der Künstler beeindruckt, die bei den Malkursen ihr künstlerisches Talent verfeinert haben“, freute sich Ortsvorsteher Friedel Koch bei der Eröffnung der Ausstellung von Bildern, die von den Teilnehmern in den Kursen der Malgruppen des Heimat- und Kulturvereins Armsen geschaffen worden waren.

Der Ort sei durch diese Malkurse zu einem Künstlerdorf geworden, das bereits weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt geworden sei. Hier erinnerte Koch an die 2010 verstorbene Margret Find, durch deren Engagement diese Malgruppen ins Leben gerufen wurden. Dieser Einsatz für Kunst und Malkultur werde durch Marela Seemann, Bärbel Drewes und Getrud Koch mit viel Leidenschaft weiter geführt.

Jedes der Unikate habe seinen besonderen und für die Künstler oft auch ideellen Wert, der weit über dem liege, der letztlich bei einem vielleicht schweren Herzens getätigten Verkauf erzielt werden könne.

Begrüßt wurden die Gäste der Vernissage von der Spartenleiterin Marela Seemann in Vertretung des verhinderten Vorsitzenden Wilhelm Früchtenicht. Vor 15 Jahren seien erstmals durch die persönliche Initiative von Margret Find die Malkurse und die erste Bilderausstellung ausgerichtet worden. Aus ihrer Perspektive als Malerin sei die Kunst eine Auseinandersetzung mit dem, was ein Maler sehe und wie er die Umwelt interpretiere. Jeder Mensch habe aber auch eine andere Sichtweise, die sich aus den Erfahrungen, Themen und dem persönlichen Blickwinkel in einem Bild zum Ausdruck bringen lasse, so Seemann. Es gebe in der Kunst nicht nur schön und hässlich, sondern ein Bild drücke viel mehr über den Maler und seine persönliche Sichtweise aus. Um ein Bild zu interpretieren, könne man unzählige Seiten schreiben, aber ein Bild sage auch mehr als tausend Worte. Seemann betonte, dass es für jedes Bildes unzählige Interpretationen gebe, darüber könne der Betrachter mit dem Künstler während der Ausstellung ins Gespräch kommen.

Die vielfältigen Motive der 65 ausgestellten Kunstwerke zeigten zum Beispiel Alltagsszenen oder Erinnerungen – vielleicht an einen Urlaub oder einen Spaziergang – aus der individuellen und persönlichen Sichtweise eines Künstlers. Jeder Maler habe auf seine Weise sein Thema in ein Bild umsetzen können. Dabei hätten die Kunsttherapeuten Viktor Lau und Sabrina Paepke die Teilnehmer mit ihrem technischen sowie gestalterischen Fachwissen begleitet und unterstützt. Für die kommende Saison sei es gelungen, Ingrid Prill als Kursleiterin dazu gewinnen, deren Schwerpunkt in der Arbeit mit Bleistift, Pastellkreide und Ölmalerei liege.

Nach der Begrüßung und den Liedern der Armser Dörpsängers unter der Leitung von Katrin Peutow sowie einer Kaffeetafel nutzten die Besucher die Gelegenheit, sich die Bilder anzuschauen.

Auch in der nächsten Saison, bis zum Frühjahr 2017, bietet sich an der Malkunst interessierten Menschen die Gelegenheit, sich in den Kursangeboten mit der Malerei zu beschäftigen und so einen Ausgleich zum oftmals stressigen Alltag zu finden. Unter anderem wird freies Malen mit Viktor Lau angeboten, während bei Sabrina Paepke die Ölmalerei im Vordergrund steht. Ingrid Prill wird neben der Ölmalerei die Hobbykünstler bei Arbeiten mit Pastellkreide und Bleistift begleiten. Anmeldungen und Infos bei Gertrud Koch, Telefon 04238/439, oder Marela Seemann, 04238/230. - rö

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