Andrang auf aufregende Produkte: Heilpflanzentag lässt keine Wünsche offen

Düfte und Aromen sorgen für spontane Glücksgefühle

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Stillleben mit Blütensirup: Die zumeist liebevoll in Handarbeit hergestellten Produkte verführten die Besucher zum Kauf oder zumindest zum Probieren.

Schafwinkel - Von Wiebke Bruns. Zwei Jahre Abstinenz sind mehr als genug, wenn es um den Heilpflanzentag in Schafwinkel geht. Im letzten Jahr war der sehr beliebte Markt ausgefallen, am Sonntag gab es ihn wieder. Entsprechend groß war der Andrang. „Die ersten Besucher waren schon vor dem Beginn um 11 Uhr da“, berichtete Susanne Zweibrück, die gemeinsam mit Gabriele Schäfer dieses Mal die Organisation übernommen hatte.

An dem bewährten Konzept hatten sie festgehalten. Bei freiem Eintritt konnten die Besucher Pflanzen kaufen, vorrangig Gemüse und Kräuter, sowie all das, was man daraus an wohltuenden Dingen erzeugen kann. Und so mancher der Anbieter, ebenso die Organisatorinnen, hat sein Wissen bei der Heilpflanzenschule Verden erworben, die in Schafwinkel ihren Sitz hat. Dort wurde der Heilpflanzentag vor mehr als zehn Jahren von der Gründerin und Betreiberin der Schule, Margitta Paprotka-Kühne, ins Leben gerufen.

„Diese Schule ist einzigartig“, sagt Sylvie Marie Onusseit. „Hier hatte ich die schönste Schulzeit meines Lebens.“ Das erlangte Wissen setzt sie mittlerweile bei der Herstellung von Naturkosmetik um, die auch am Sonntag an einem Stand in der Scheune erhältlich war. Es gab Lippen-Balsam, Deo-Creme, Waschlotion oder „Glück im Glas“: ätherische Öle, die für Glücksgefühle sorgen sollen.

Bei ihr stöberten und schnupperten bevorzugt die Frauen, während ein paar Meter weiter draußen bei „Komodo Coffee“ auch reichlich Männer anstanden. Extra für den Heilpflanzentag hatten die Jungunternehmer den Stand in einer Garage zusammengezimmert, an dem sie ihren viel gelobten und im „Direct-Trade-Prinzip“ aus Indonesien bezogenen Kaffee ausschenkten. Eine von dort stammende Freundin habe ihnen nicht nur den Kontakt hergestellt, sondern sei mit ihnen dorthin gereist. „Sie hat uns zu den Kleinbauern geschleppt. Auf dem Moped ging es dafür quer durch die Pampa“, berichtete Andreas Elfert, der das erst in diesem Jahr gegründete Unternehmen zusammen mit seinem Bruder Thomas Elfert aus Etelsen betreibt.

Heilpflanzentag in Schafwinkel

40 Stände gab es insgesamt. Öle, Gewürze, Kräuterkissen, Fachlektüre, Säfte aus Cranberrys, Honig, Rosenblüten-Sirup, Kräutersalze, Pesto und vieles mehr bildeten ein Angebot, das bei Kräuterfreunden keine Wünsche offengelassen haben dürfte. Es wurde das Destillieren von Waldmeister gezeigt, Kräuter-Smoothies zubereitet, Kräuterwanderungen und Führungen durch den Kräutergarten angeboten.

„Es war immer eine so schöne Veranstaltung, die es wieder geben sollte“, sagte Susanne Zweibrück zu ihrer Motivation. Die Organisation bedeute jedoch immens viel Arbeit, was auch der Grund war, warum es eigentlich keinen Heilpflanzentag mehr geben sollte. Dessen wohltuende Wirkung würde sicher so mancher Besucher unterschreiben, genauso wie den Wunsch nach einer Fortsetzung im kommenden Jahr.

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