Amtswechsel im Kernort

Henning Leeske löst Ortsvorsteher Joachim Köhler ab

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In die Mitte genommen: Der neue Ortsvorsteher Henning Leeske mit seinem Vorgänger Joachim Köhler (l.) und Bürgermeister Wolfgang Rodewald.

Kirchlinteln – Der Kernort Kirchlinteln hat einen neuen Ortsvorsteher. Henning Leeske tritt die Nachfolge von Joachim Köhler an, der sein Amt aus beruflichen und persönlichen Gründen niedergelegt hat.

Mit Blumen war Bürgermeister Wolfgang Rodewald erschienen. Den Strauß gab es zum Abschied und als Dankeschön für den scheidenden Ortsvorsteher Joachim Köhler. Blumen bekam Neuling Henning Leeske zwar nicht, dafür durfte er sich über ein Bündel an Vorschusslorbeeren freuen: „Der Gemeinderat hat Sie einstimmig zum Ortsvorsteher bestimmt“, berichtete Rodewald aus der Sitzung des Gremiums. Damit lasse sich doch arbeiten.

Ehe der Amtswechsel sowie Ab- und Zugang in das Ehrenbeamtenverhältnis über die Bühne gingen, hob Rodewald in einer kurzen Ansprache noch einmal die Bedeutung der Funktion hervor. „Es ist die kurze Verbindung zwischen Bevölkerung und Ortsvorsteher einerseits und von dort der direkte Draht ins Rathaus andererseits“, so der Verwaltungschef. Er verwies auf eine Vielzahl an Terminen, die mit dem Amt verbunden seien. „Das ist auch eine Entlastung für mich, was ich durchaus zu schätzen weiß“, betonte Rodewald. Die dafür notwendige Kommunikation habe während der Amtszeit von Joachim Köhler bestens funktioniert. „Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken“, so Rodewald. Der 57-jährige Köhler hatte den Posten von 2016 bis 2019 inne sowie davor von 2001 bis 2006.

Rodewald schlug den Bogen zum Nachfolger und zeigte sich davon überzeugt, dass der Rat eine gute Wahl getroffen habe. „Sie sind Kirchlintler, kennen sich im Ort und mit den Menschen aus, ich bin davon überzeugt, dass es bestens laufen wird.“

Ortsvorsteher Leeske hat seine Kindheit in Kirchlinteln verbracht. Nach Schule und Studium lebte der heute 45-Jährige über 18 Jahre in Wien, war unter anderem für das Unternehmen Siemens und da in der Finanzbranche tätig. Im Jahre 2016 zog er mit seiner Frau Taleha nach Kirchlinteln zurück. Er arbeitet als freier Journalist für mehrere Tageszeitungen.

Trotz seines Abstechers ins Ausland, habe er sich auch in seiner Abwesenheit immer als Kirchlintler gefühlt, betonte Leeske. Das Amt des Ortsvorstehers übernehme er gerne. „Als ich gefragt wurde, war die Entscheidung nach einer Stunde gefallen.“ Von seinen künftigen Aufgaben hat er eine klare Vorstellung. Er verstehe die Rolle des Ortsvorstehers als Mittler, der den Bürgerinnen und Bürgern rechtliche Grundlagen und Planungsabläufe unvoreingenommen erklären könne. „Das war immer Teil meiner beruflichen Tätigkeit und ist gerade in den vergangenen Jahren durch die Berichterstattung über Kommunalpolitik in der Öffentlichkeit wahrnehmbar“, sagte der Kirchlintler. „Außerdem liegt mir am Herzen, hier ein lebens- und liebenswertes Dorf weiterzuentwickeln, mit gemeinsamem Dorfleben auf mehreren Ebenen, vom Sport bis zur Kultur.“

Arbeit gebe es genug: der Hauptort der Gemeinde stehe vor großen Veränderungen, vom neuen Bahnhalt bis zur Ausweisung von Baugebieten und dem Zuzug vieler neuer Einwohner. „Dabei will ich gerne mitwirken“, so Leeske. Gelegenheit hat er dazu bis zum Ende der Ratsperiode am 31. Oktober 2021.

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