Adventswanderer treffen sich täglich / Alle sind herzlich eingeladen

Am offenen Türchen strahlen nicht nur Kinderaugen

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Wilfried Lindhorst, Siegfried Gauster, Manfred Timm, Klaus Merkle, Heinrich Lühmann, Hermann Diercks und Waltraud Diercks (v.l.) haben Spaß beim Tütchenpacken.

Kirchlinteln - „Im Advent, im Advent ist ein Licht erwacht, und es leuchtet und es brennt durch die dunkle Nacht.“ Wie in diesem Lied wird derzeit in Kirchlinteln jeden Abend ein Licht entzündet, das zu einer offenen Tür getragen wird. Als Dank dafür gibt es täglich zahlreiche strahlende Augen – nicht nur bei den Kindern. Die Zeit des „Lebendigen Advents“ ist angebrochen.

„Bei einbrechender Dunkelheit wandern wir täglich, noch bis einschließlich 23. Dezember, durch Kirchlinteln. Alle sind herzlich eingeladen“, erklärt Klaus Merkle aus dem Organisationsteam den Brauch. „Ausgerüstet mit Laternen und Taschenlampen, suchen die Wanderer ein Haus, vor dem ein beleuchtetes Schildchen steht, als Zeichen einer offenen Tür.“ Wo es hingeht, wissen nur die Organisatoren. „Wir haben da eine sehr geheime Liste“, sagt Klaus Merkle schmunzelnd.

Startpunkt ist täglich, um 17.30 Uhr, das Gemeindehaus gegenüber der Kirche. Merkle: „Am Ziel angekommen, werden die Wanderer im Garten, vor dem Haus, im Carport oder in der Stube von den Gastgebern begrüßt, die an diesem Tag ihr ‚Türchen‘ öffnen.“ Für die Organisatoren dieses Brauches hieß es in den vergangenen Wochen zunächst einmal, genügend offene Türen in Kirchlinteln zu finden. Dies ist glücklicherweise erneut gelungen.

Im Vordergrund steht bei den Treffen das gemeinsame Singen von adventlichen Liedern und das Aufsagen von Gedichten. Häufig gibt es einen heißen Tee, Punsch oder Kekse zum Knabbern. „Da sich zur Teilnahme jeder eingeladen fühlen darf, entstehen auch neue Kontakte zwischen Neubürgern und Alteingesessenen“, freuen sich die Organisatoren, die hoffen, dass auch in diesem Dezember ein paar neue Gesichter am Gemeindehaus auftauchen.

„Zweimal sind wir in dieser Saison mit einem Fahrdienst gestartet, weil die Adventswanderungen nach Groß-Heins und Armsen führten.“ Eine kurze Strecke gab es dagegen am Nikolaustag: Einmal um die Kirche herum und dann wieder in das Gemeindehaus führte der Weg. „An diesem Tag wurden kleine süße Tütchen an die Teilnehmer verteilt“, so Merkle. Das Packen der Tütchen sei für die Organisatoren zwar mit etwas Arbeit verbunden gewesen, aber es hätte Spaß gemacht, die leuchtenden Augen der Kinder zu sehen.

Nach den stimmungsvollen Treffen, dem Singen, den Gedichten und Geschichten, erscheine die dunkle Jahreszeit jedes Mal ein klein wenig heller, erzählen die Organisatoren.

Ein besonderer Termin ist wieder die Waldweihnacht am 21. Dezember, eine gemeinsame Veranstaltung der Kirchengemeinde und der Adventswanderer. An diesem Tag geht es – bereits um 16.30 Uhr – in die Natur, wo ein wärmendes Feuer und eine Weihnachtsgeschichte warten.

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