Ben und Ian Weinhold erste Zwillinge in der AWK seit über zwei Jahren

Kerngesundes Brüderpaar

Verden - Das gibt es in der Aller-Weser-Klinik nicht so oft. Nach über zwei Jahren kamen hier am 28. Januar, kurz vor Mitternacht, wieder Zwillinge zur Welt. Stephanie und Thorbjörn Weinhold aus Bremen freuen sich über ihre kerngesunden Söhne Ben und Ian. Für Zwillinge sind beide recht kräftig. Ben, der Erstgeborene, wiegt 2815 Gramm und ist 49 Zentimeter lang. Sein neun Minuten jüngerer Bruder Ian bringt es sogar auf 2960 Gramm und 50 Zentimeter.

Noch ist Schlafen und Trinken die Hauptbeschäftigung der beiden neuen Erdenbürger. Doch Stephanie Weinhold hat schon Unterschiede im Charakter festgestellt. „Ian will mehr kuscheln.“ Die Zwillinge fühlen sich am wohlsten, wenn sie den anderen spüren und dicht nebeneinander in einem Bettchen liegen, daher soll das auch zu Hause erst einmal so bleiben.

Für eine Geburt im Verdener Krankenhaus haben sich die Weinholds entschieden, weil sie hier größere Chancen sahen, dass ihre Kinder auf natürlichem Weg das Licht der Welt erblicken können. Das hat auch geklappt. „Die Zwillinge wurden in der 38. Schwangerschaftswoche ganz normal geboren, das ist schon etwas Besonderes, den meisten Frauen wird Angst gemacht“, so Chefarzt Dr. med. Hans-Jürgen Richter.

Dass sie gleich doppelten Mutterfreuden entgegensieht, erfuhr Stephanie Weinhold schon bei der ersten Ultraschalluntersuchung. „Mein Mann hat sich gefreut, ich war geschockt, habe das erst einmal verdrängt“, erzählt sie. Doch bei der Familie war die Freude sofort groß. „Die Omas wussten aber gleich, dass da sehr viel Arbeit auf alle zukommt“, lacht die junge Mutter. Sie selbst brauchte zwei Monate, bis sie sich an den Gedanken gewöhnt hatte, gleich zwei Babys zu bekommen.

Nun stellt sie sich mit Freuden der Herausforderung und ist gespannt, wie es nach der Entlassung zu Hause klappt. Auf die Hilfe der beiden Omas kann sie aber auf jeden Fall zählen. Ungeduldig warten auch schon die großen Geschwister Mia (4) und Sam (2 ½) auf die neuen Brüderchen.

Schwierigkeiten, die beiden auseinander zu halten, werden sie wohl nicht haben, denn Ben und Ian sind zweieiige Zwillinge, das heißt, sie sehen sich nicht ähnlicher als „normale“ Geschwister.

Wenn die Voraussetzungen stimmen, spricht aus Sicht von Dr. Richter nichts dagegen, dass Zwillinge auf natürlichem Weg zur Welt kommen. Wichtig sei, dass man mit der Geburt vor der 40. Schwangerschaftswoche beginnt, auch müsste mit Ultraschall kontrolliert werden, ob sich die Kinder normal entwickelt haben. Am besten sollten beide, aber mindestens das erste Kind mit dem Kopf nach unten liegen. „Wir arbeiten präventiv und versuchen Notsituationen zu vermeiden“, erklärt der Mediziner. Auf jeden Fall sei aber immer ein erfahrener Operateur vor Ort. „Ich freue mich, dass uns viele Menschen Vertrauen entgegenbringen, auch wenn unser Haus nicht zu den größten gehört“, so Dr. Richter. · ahk

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