Benkeler Bürger überreichten im Rathaus Unterschriftenliste gegen Standortbenachteiligung

Keine verbindliche Zusage für DSL-Anschluss

Cornelius Vogel (l.), Jana Werner und Klaus Werner (r.) überreichten Bürgermeister Horst Hofmann gestern eine Unterschriftenliste der Benkeler Bürger, die einen schnellen Internet-Anschluss für ihr Dorf fordern.

Ottersberg - (kr) · Das Dorf Benkel ist idyllisch. Die abgeschiedene Lage birgt aber auch Nachteile – wie die fehlende schnelle Internetverbindung via DSL, wogegen die Benkeler nun Sturm laufen. Ihr Dorf gehört diesbezüglich zu den weißen Flecken im Landkreis.

„Wir nehmen das nicht länger hin und verlangen, dass die Gemeinde Ottersberg sich dafür einsetzt, dass dieser Teil der Infrastruktur gewährleistet wird, wie es ihre Pflicht ist“, forderten Klaus Werner, Jana Werner und Cornelius Vogel gestern stellvertretend für alle Benkeler im Ottersberger Rathaus. Um ihre Forderung zu bekräftigen, überreichten sie Bürgermeister Horst Hofmann eine Unterschriftenliste mit 87 Namen, zu denen sich noch die Anwohner vom Bornkampsweg zwischen Benkel und Narthauen gesellt hatten. Auch dort ist der Anschluss an die weite Welt per Mausklick nicht gegeben. „Die Gewerbetreibenden, Schüler und Studenten haben massive Nachteile durch dieses Defizit. Kürzlich ist sogar eine Familie weggezogen, weil sie den Anschluss ans Netz als Existenzgrundlage unbedingt benötigte“, so Cornelius Vogel.

Nach einer ausführlichen Erläuterung der Benkeler Probleme und der nachdrücklichen Forderung nach Verbesserung ergriff Bürgermeister Hofmann das Wort und erläuterte, dass die Benkeler bei ihm mit dieser Sache quasi offene Türen einrennen würden. Umfangreich erklärte er die erfolgten Bemühungen der Gemeinde und verwies auf eine Machbarkeitsstudie der Firma LAN-Consult, deren Ergebnis im März vorgelegt werde. In dieser Studie würden die Möglichkeiten ausgelotet. Aber: „Die Gemeinde kann die Beseitigung der weißen Flecken nur pushen. Einrichten und bauen muss Ewetel“, sagte Hofmann und bedauerte, den Benkelern keine verbindliche Zusagen geben zu können. Er versprach aber, sich einzusetzen und das Begehren der Benkeler Bürger nach Berlin an das Bundeskanzleramt weiterzuleiten. Von dort hatte Kanzlerin Merkel allen Bürgern schnelles Internet zugesagt.

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