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Keine Gewerbeflächen im Angebot

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Von: Erika Wennhold

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Hinter einer Wiese ist eine noch nicht ganz fertige Halle zu sehen ein Baugerüst umrahmt das Gebäude. Im Hintergrund ist einen Kran zu sehen.
Ohne Erweiterung geht im Gewerbegebiet Nord nichts mehr. Hier sind alle Flächen vergeben. © wennhold

Die vorgesehenen Erweiterungen im Bereich Finkenberg und Verden-Nord befinden sich noch im Genehmigungsverfahren. Zur Zeit sind alle Flächen vergeben. Wer Gewerbeflächen sucht, muss sich noch gedulden.

Verden – Es wird wieder gebaut im Gewerbegebiet Nord, einem Dreieck zwischen Autobahn, Bundesstraße und BBS am Rande der Stadt. Doch, wer erst jetzt darauf aufmerksam wird, ist zu spät dran. Alle Grundstücke im genehmigten Teil der Erweiterung sind bereits vergeben. Insgesamt sind es 13 Hektar, die sich größtenteils im Eigentum der Stadt Verden befanden.

Zehn Gewerbebetriebe werden sich hier neu ansiedeln, zwei davon haben bereits begonnen zu bauen, eine Halle und ein Verwaltungsgebäude sind zu erkennen. Ein Bauschild gibt Hinweise: Für die Firma Elektro Agackiran entsteht ein Bürogebäude plus Werkstatt. Zur Zeit befindet sich der Betrieb noch in Neumühlen. EA-Tech, ein Fachbetrieb im Bereich Elektrotechnik, baut ganz in der Nähe ebenfalls ein Bürogebäude.

Auf den restlichen Flächen an der B 215 und an der A 27 tut sich noch nichts, doch Verdens Wirtschaftsförderer Fabian Fortmann geht davon aus, dass in ein bis zwei Jahren alles bebaut sein wird. Aus Gründen des Datenschutzes darf er nicht sagen, wer das sein wird, ordnet aber ein. Unter den zehn Bauwilligen seien nur zwei, die sich ganz neu in Verden ansiedeln wollen. Alle anderen hätten ihre Gründe für einen Neubau, häufig seien es Erweiterungsspläne. Darunter seien Dienstleister, Handwerker oder Großhändler, die gut in das Gefüge passen würden.

Im ersten Bauabschnitt haben die Firmen Anders Kraftfahrzeuge, Khan Bauunternehmung, AOS Stahl, Lebenshilfe Rotenburg-Verden, Marco Bungalski, Niedax, Fricke Landmaschinen Sonepar Niederlassung Verden, Jäkel Maler- und Lackiererbetrieb und Weingärtner Gartencenter einen neuen Standort gefunden. Alle bereits angesiedelten Betriebe und die, die noch hinzukommen werden, sind keine produzierenden wie es zum Beispiel teilweise am Finkenberg der Fall ist.

Doch auch hier gibt es eine bunte Mischung, von der vergleichsweise kleinen Tierarztpraxis bis zum großen Tiefkühllager der Firma Badenhop, das alle anderen Gebäude überragt und schon von Weitem zu sehen ist. Alle Flächen auf dem 115 Hektar großen Areal sind verkauft, aber noch nicht alle bebaut.

Deshalb wird es auch hier eine Erweiterung geben, für die das Genehmigungsverfahren bereits in Gang gebracht worden ist. Die Erweiterung erfolgt in südlicher Richtung, im Bereich der Nikolaus-Kopernikus-Straße, der Johannes-Keppler-Straße und der Agnes-Pockels-Straße. Hier endet eine Stichstraße noch auf einem Acker, doch das wird sich ändern.

Dann wird sich das Gewerbegebiet Ost Finkenberg um circa 20 Hektar vergrößern, womit Interessenten wieder eine Chance haben, sich hier anzusiedeln. Bei Wirtschaftsförderer Fortmann liegen schon einige Anfragen auf dem Schreibtisch, sie werden benachrichtigt, wenn das Genehmigungsverfahren seinen Abschluss gefunden hat. Fortmann spricht von einem Engpass, den es nicht nur in Verden gebe, sondern auch in Achim und Bremen. Immer mehr Flächen als Gewerbegebiete auszuweisen, müsse aber auch gut überlegt werden. Denn zum einen sei die damit verbundene Flächenversiegelung ein Problem, zum anderen belaste der zusätzliche Verkehr eine ganze Region.

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