Selbstständige spendieren Defibrillator für Kirchlinteln / 24 Stunden zugänglich

Keine Angst vor Lebensretter

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Servicetechniker Oliver Bender, Christian Meier (Regionaldirektor der Kreissparkasse), Gerda Ziech (Vorsitzende der GSG), Florian Stork (Kassenwart), Bürgermeister Wolfgang Rodewald und GSG-Mitglied Silke Ahrens mit dem neuen Lebensretter.

Kirchlinteln - Was tun, wenn jemand in der Öffentlichkeit einen Herzanfall erleidet? Bei einem Stillstand oder Kammerflimmern setzt das wichtigste Organ des Menschen aus. Wenn nicht schnellstmöglich Hilfe geleistet wird, können irreparable Schäden oder im schlimmsten Fall der Tod eintreten.

Doch bis professionelle Retter eintreffen, vergehen meist einige Minuten. Wohl die wenigsten wissen, was bis dahin zu tun ist. Dabei kann jeder zum Lebensretter werden – mithilfe eines Defibrillators. So einen gibt es jetzt in Kirchlintelns Ortsmitte – im Notfall für jeden zugänglich.

Auf der Suche nach einem zentral erreichbaren Ort für einen Defibrillator in Kirchlinteln stellte die Kreissparkasse jetzt einen Platz zur Verfügung. Dankbar wurde dieser vom Vorstand der Gemeinschaft der Selbstständigen und Gewerbetreibenden (GSG) angenommen. Die GSG war Initiator und Geldgeber für das lebensrettende Gerät. Im Schalterraum der Sparkasse, der rund um die Uhr zugänglich ist, wurde es in der Nähe eines Geldautomaten an der Wand angebracht.

Für die Realisierung entscheidend eingesetzt hatten sich zum Beispiel die Kosmetikerin Gerda Ziech, Rainer Eggers vom Partyservice in Neddenaverbergen, Silke Ahrens, Bestatterin aus Holtum (Geest), sowie Florian Stork von der Volksbank und gleichzeitig Kassenwart der GSG. An der Aktion beteiligt hatte sich auch der Landkreis Verden, der diese Aktionen zur Bereitstellung von den lebensrettenden Geräten unterstützt.

Einen Dank für diese Initiative gab es von Kirchlintelns Gemeindeverwaltung. Bei der öffentlichen Präsentation des Gerätes lobte Bürgermeister Wolfgang Rodewald die Selbstständigen für ihre diesbezüglichen Bemühungen.

Dass in den Räumen der Kreissparkasse der optimale Ort gefunden wurde, darüber waren sich alle Beteiligten einig. Denn an dieser Straßenkreuzung mit Tankstelle, Einkaufsmarkt und weiteren Geschäften im näheren Umfeld ist viel Publikumsverkehr. Ein weiterer wichtiger Punkt der Standortwahl war die permanente Kameraüberwachung, um einen Missbrauch zu vermeiden.

„Sollte einmal das Gerät nach einer Anwendung an einem Platz vergessen worden sein, kann es sofort geortet und wieder an seinen Einsatzort gebracht werden.“ Diesen Hinweis gab es bei der Einführung des Gerätes durch den Servicefachmann Oliver Bender aus Langwedel, der die Gerätewartung durchführt.

Ersthelfer können mit einem Laiendefibrillator eigentlich nichts falsch machen. Es sind eher Unsicherheit und der Schock, die die lebensnotwendige Hilfe in manchen Situationen verzögern. Ersthelfer sollten sich mit der Thematik auseinander setzen, um in Ernstfall darauf vorbereitet zu sein. Deshalb haben Kirchlintelns Selbstständige auch vor, demnächst im Lintler Krug einen abgespeckten Erste-Hilfe-Kurs zu organisieren. Hier sollen die Teilnehmer darin geschult werden, zu erkennen, wann und wie ein Defibrillator eingesetzt werden sollte.

Bleibt zu wünschen, dass das Gerät nie gebraucht wird. Und sollte es doch einmal zu einem Notfall kommen, werden Helfer hoffentlich sofort das Gerät aus der Sparkasse holen und es beherzt einsetzen. · klm

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