Werk-Kunst zieht viele Besucher ins Rathaus / Blenderin mit besonderer Technik

Kein Ei gleicht dem anderen

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Für Frauen auch schon mal Himmel und Hölle zugleich: Taschen.

Verden - VERDEN · Werk-Kunst-Ausstellung am Wochenende im Verdener Rathaus und erneut hatte ein Großteil der 27 Aussteller lange Fahrten zurückgelegt, um dabei sein zu können. „Nicht nur aus den benachbarten Landkreisen, sogar aus Wismar sind Aussteller dabei“, berichtete Jeanette Hammer-Coels vom Organisationsteam. Eine weitere Anreise hatten auch viele Besucher nicht gescheut. Es ist schließlich weithin bekannt, dass die Produktpalette der Werk-Kunst Ausstellung handverlesen ist.

Die Schau war an beiden Ausstellungstagen gut besucht. Viele Hundert Interessierte waren gekommen, zum Gucken und oftmals zum Kaufen. Aber schon allein das Schauen lohnte.

Die verschiedensten Kunsthandwerkrichtungen von Damenbekleidung über Gebrauchskunst, Objekte aus Glas, Holz, Papier oder Keramik bis hin zu Schmiedearbeiten und Floristik waren im Foyer, den Sitzungssälen sowie auf den Fluren des Rathauses zu finden. Der Jahreszeit entsprechend, war der Fokus vieler Besucher natürlich auf Österliches gerichtet. Etwa auf den dekorativen Schmuck von Julia Uhde-Jakob aus Blender, die Eier mit einer ganz besonderen Schleif- und Ritztechnik bearbeitet.

Jedes einzelne Ei ist ein Unikat und in liebevoller Handarbeit gefertigt. In die komplett mit Naturfarben eingefärbten Eier werden komplizierte Muster gekratzt – eine Technik, die pro Werkstück leicht eine Stunde in Anspruch nehmen kann.

Ude-Jakob ist im Grunde genommen das ganze Jahr mit Eiern beschäftigt. Bevor bei ihr ein Ei im Kochtopf oder in der Bratpfanne landet, wird die Außenhülle zunächst einmal ganz genau inspiziert. Und sind Schale und Form gut, wird das Ei nicht aufgeschlagen, sondern sorgfältig ausgeblasen und gereinigt. Anschließend wandert es in den Vorrat und wartet darauf, von der kaufmännischen Angestellten zum Kunstwerk geadelt zu werden. Dafür werden die Eier – die meisten stammen von der heimischen Hühnerschar – zunächst gefärbt, bevor die Künstlerin mit einem Graviergerät zumeist grafische oder auch indianische Muster in die Schale ritzt.

Auf der Werk-Kunst Ausstellung in Verden hat sie diese Kunst jetzt zum zweitenmal öffentlich präsentiert und abermals die Besucher begeistert. Wie lange sie der Kunst schon frönt? „Das fing vor acht Jahren mit unseren ersten Hühnern an“, berichtet sie. Das technische Know-how hat die 46-Jährige sich getreu dem Motto „Learning by doing“ angeeignet und es inzwischen zu wahrer Meisterleistung gebracht.

Selbstredend, dass die Werk-Kunst Ausstellung auch wieder ein Café zum Verweilen bot. In diesem Jahr hatten die Integrationslotsen im Landkreis Verden den Part übernommen und den Gästen Kaffee, Kaltgetränke, Kuchen, Torten und belegte Brötchen serviert. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern werden traditionell für karitative Projekte verwand und diesmal an das Tintenklecks-Projekt „Tanz macht Schule“ und an die Frauenberatung Verden (Prävention an Schulen) gespendet. · nie

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