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Kastrationspflicht für Katzen zeigt erste Erfolge

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Tierheim-Mitarbeiterin Heike Rauch beim Versorgen einer der vielen Katzen. © Mediengruppe Kreiszeitung

Verden - In der Stadt Verden wird seit einigen Monaten die Kastrations- und Chip-Pflicht für Katzen umgesetzt und das mit ersten Erfolgen, wie Tierheimleiterin Heidi Seekamp und ihre Stellvertreterin Hannelore Becker gegenüber unserer Zeitung berichteten.

Die beiden Tierschützerinnen richten nun einen Appell an die umliegenden Gemeinden, den Tieren zuliebe dem Beispiel der Allerstadt zu folgen. „Aus einem Katzenpaar können theoretisch binnen sieben Jahren weit über 40 000 Nachkommen entstehen“, verdeutlicht Seekamp die Problematik. Schon oft hat sie diese utopisch scheinende Zahl genannt und wird doch nicht müde, erneut darauf zu verweisen. Syphususarbeit nennt sie das, die aber erforderlich sei, um der Bevölkerung immer wieder die Notwendigkeit zu handeln, vor Augen zu führen. „Eine Katze wirft durchschnittlich zweimal im Jahr fünf bis sieben Junge. Manche werfen auch dreimal. Um dieser Katzenflut Herr zu werden, braucht es die Kastration, da sie das einzig wirklich wirksame Mittel ist.“

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Bis zu dreimal pro Jahr kann eine Katze Junge bekommen. © Mediengruppe Kreiszeitung

175 Katzen sind zurzeit im Tierheim in Verden-Walle untergebracht. Darunter auch etliche kleine Stubentiger, und noch immer kommen nahezu täglich weitere hinzu. Becker verweist auf die Tierheimstatistik aus dem vergangenen Jahr, die 441 Fundkatzen aufweist. „Die aktuellen Zahlen liegen uns erst zum Jahresende vor, aber bereits jetzt ist ein leichter Rückgang feststellbar.“

Die Tierschützerinnen sind überzeugt davon, dass dieses Minus – und mag es auch noch so unspektakulär sein – auf die in Verden eingeführte Kastrationspflicht zurückzuführen ist. Seekamp: „Aus dem Einzugsbereich der Stadt wurden uns weniger Katzenwelpen als in den Jahren zuvor gebracht. Die Gemeinden sollten also nachziehen.“

Seekamp und Becker sehen noch mehr Positives daran, dass in Verden die Kastrationspflicht bereits besteht. „Das Thema ist wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Es wird darüber gesprochen.“ Die Gesprächspartnerinnen sagen, dass die ausufernde Katzenpopulation kein ausschließlich ländliches Übel sei. „Früher waren die Bauernhöfe das Problem. Heute sind es ebenso private Katzenhalter, denen die Einsicht zur Kastration ihrer Samtpfoten fehlt. Manche wollen auch einfach nur das Geld sparen.“ Für ebenso wichtig halten die Tierschützerinnen die Chip-Pflicht für Katzen. „Wir konnten schon mehrfach den Weg einer Abgabekatze zurückverfolgen und sie schnell an ihre Besitzer zurückgeben.“ · nie

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