Aller-Hochwasser-Rallye lockte 421 Paddler aufs Wasser / Günstige Rahmenbedingungen

Kanuten zwischen sieben und 80

Binnen kurzer Zeit war das Vereinsgelände am Verdener Dithmarsberg von Paddlern aus 82 Vereinen bevölkert.

Verden - Auch die 31. Auflage der Aller-Hochwasser-Rallye des Wassersportvereins Verden erwies sich als Magnet weit über die Grenzen der Region hinaus. Am Wochenende folgten 82 Vereine und 421 Paddler der Einladung zu der Veranstaltung, für deren Organisation erstmals Torsten Ellenberg verantwortlich zeichnete.

Über Wochen hinweg wurde auf diesen Tag hingearbeitet. Es ist schon einiges zu bedenken, bevor die Teilnehmer der Hochwasser-Rallye ihre Boote ins Wasser lassen können: Startlisten erstellen, Behörden informieren und Übernachtungsmöglichkeiten organisieren.

Um die letzten Nachzügler noch in die Startliste aufzunehmen und ihr Startgeld zu kassieren, musste Torsten Ellenberg schon früh morgens am Start sein. Zur Wahl standen die 112 Kilometer lange Strecke von Celle oder die 55 Kilometer lange Strecke von Hodenhagen bis zum WSV-Gelände am Verdener Dithmarsberg.

Natürlich musste die gesamte Strecke mit einem Kajak für ein oder zwei Personen oder einem Canadier mit acht bis zehn Personen zurückgelegt werden. Unter gewohnter Beobachtung der Aktiven der DLRG und des THW kam es erfreulicherweise zu keinen kritischen Einsätzen. Auch die Wasserschutzpolizei machte Kontrollfahrten. Ohne diese Unterstützung wäre die Veranstaltung nicht durchführbar gewesen.

Nicht immer war die Wetterlage so günstig wie in diesem Jahr. Das versprochene Hochwasser sorgte für eine gute Fließgeschwindigkeit der Aller, und auch die Sonne zeigte sich in gewissen Abständen, so dass die ersten Kanuten das Bootshaus recht schnell erreichten.

Zwei Einerkajaks überquerten um 12.17 Uhr die Ziellinie, sie waren aber schon eine gute Stunde vor dem offiziellen Start, um 9 Uhr, in Hodenhagen aufs Wasser gegangen. Die ersten Zweierkajaks benötigten von Hodenhagen nach Verden nur 3,23 Stunden. Es waren Aktive vom SV Hamberge, gefolgt von der ersten Verdener Paarung Florian/Stefan Meyer. Auch der älteste Verdener Paddler Friedhelm Drewes benötigte im Einerkajak keine fünf Stunden für diese Strecke. Innerhalb kurzer Zeit waren beim WSV nur noch Boote und Kanuten anzutreffen.

Als erstaunlich schnell präsentierte sich wieder Dirk Haselmeyer vom RSV Braunschweig. Er bewältigte die Strecke Celle – Verden im Einerkajak schneller als seine Kontrahenten aus Strahlsund im Zweierkajak. Auch die Verdener Boote wurden gesichtet. Es waren im Zweierkajak Michel Homann/ Thorsten Opfermann und Jens Quade/Corwyn Sommer, in einer hervorragenden Zeit von 8,43 und 8,46 Stunden.

Der Wassersportverein Verden war mit 27 Kanuten auf dem Wasser der Verein mit der größten Mannschaft. Besonders zu erwähnen sind der älteste Teilnehmer, Klaus Heine, 80 Jahre, vom Kanu-Club Wilhelmshaven, und der jüngsten Teilnehmer, Benedikt Becker, sieben Jahre alt, vom WSC Bayer Dormagen. Beiden zollten die übrigen Teilnehmer großen Respekt für diese Leistung, in dem Alter eine Strecke von 55 Kilometern zu paddeln und vier bis sechs Stunden im Boot zu sitzen.

Der jüngste Teilnehmer über die Strecke Celle – Verden war der 13-jährige Malte Neelen vom Paddel-Klub Celle.

Nach einer heißen Dusche, einem schönen Bier und einem Klönschnack waren die Strapazen des Tages schnell vergessen und die Resonanz der Aktiven lautete: „Es war wieder einmal eine großartige Veranstaltung.“

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