Neue Hauptstraße gewinnt weiter an Atmosphäre / Radeln auf Fußweg erlaubt

Kaiserlinden schweben ein

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Bürgermeister Manfred Cordes (v.re.), sein Vertreter Axel Junge, Behindertenbeauftragter Peter Müller, Baufachbereichsleiter Michael Rath und Bauleiter Werner Hüsing aus dem Büro des Stadtplaners Peter Schatz freuten sich gestern über die ersten neu gepflanzten Kaiserlinden an der Hauptstraße. ·

Oyten - Alles grün macht in Oyten nicht der Frühling, sondern diesmal der Herbst: Die Kaiserlinden entlang der Hauptstraße sind in Pflanzung. Bis Ende nächster Woche sollen 23 der neuen Bäume in ihren speziellen Pflanzglocken stehen, die restlichen 18 sollen im Dezember bzw. im Frühjahr folgen. „Das ist doch gleich eine ganz andere Atmosphäre“, schwärmte Bürgermeister Manfred Cordes, als die Gemeindeverwaltung gestern vor Ort einen Überblick über den aktuellen Stand der städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen an der Hauptstraße gab.

Wenn der Winter die Arbeiten nicht schon im November stoppt, sollen die neuen breiten Bürgersteige, die rechts und links der Hauptstraße für ein attraktives Bild und mehr Aufenthaltsqualität vor den Geschäften sorgen sollen, noch in diesem Jahr fertig gepflastert werden. Lediglich der Bauabschnitt Stader Straße bis Bremer Breden wird ins nächste Jahr verschoben. Ebenso das Zwischenstück vor dem alten Aldi-Markt, der nächstes Jahr für die Zufahrt zum geplanten neuen Marktplatz abgerissen wird.

Neben den ersten neuen Bäumen, die bereits um die 20 Jahre alt sind und dementsprechend sieben bis neun Meter hoch gewachsen, ist Oytens gute Stube teils schon neu möbliert mit Straßenlaternen in LED-Technik und mit Bänken.

Für einen barrierefreien Ausbau der Flaniermeilen hatte sich Peter Müller, ehrenamtlicher Beauftragter für Menschen mit Behinderung in Oyten, stark gemacht. Auch mit der gefundenen Lösung eines taktilen und farbig abgesetzten Leitstreifens für Blinde und Sehbehinderte zeigte sich Müller gestern zufrieden.

Für Irritationen sorgen die neuen Bürgersteige dagegen bei Radfahrern. Um anders lautenden Gerüchten und den vielen Anfragen im Rathaus entgegen zu wirken, stellte Axel Junge als Vize-Chef der Gemeindeverwaltung ein für allemal klar: „An der Verkehrsregelung hat sich durch den Ausbau überhaupt nichts geändert. Radfahrer dürfen wahlweise sowohl auf der Hauptstraße als auch auf dem Fußweg fahren – auf beiden Seiten in beide Richtungen.“ Aber: „Die Fußgänger haben auf dem Fußweg Vorrang“, betonte Junge, „die Radfahrer müssen Schrittgeschwindigkeit fahren und sich unterordnen.“ Also: Niemand muss auf der Hauptstraße radeln, muss aber auf dem Bürgersteig Rücksicht auf Fußgänger nehmen. „Nur so kann es gelingen, dass Unfälle vermieden werden und die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich gesteigert werden kann“, so Junge.

Keine Auswirkungen hat der Ausbau auch auf die Zahl der Parkplätze an der Hauptstraße. Nur anders angeordnet sind die rund 40 Stellplätze direkt vor den Geschäften und Praxen. Dass diese Kundenparkplätze nicht durch Dauerparker blockiert werden, will die Gemeinde nicht durch Parkuhren oder Parkscheiben erreichen, sondern durch das Aufstellen von Schildern: „Danke, dass Sie hier nur zwei Stunden parken“, heißt es darauf freundlich um Verständnis werbend. „Wir wollen hier nicht behördenmäßig um die Ecke kommen, sondern menschlich“, erläuterte Bürgermeister Cordes. · pee

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