Rodungsarbeiten im Vorfeld der Höherlegung der Landesstraße 156

Dem Kahlschlag folgen spätere Neuanpflanzungen

Mit schwerem Gerät wird Bäumen Büschen zu Leibe gerückt und somit die im Sommer folgende Höherlegung der L 156 vorbereitet.
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Mit schwerem Gerät wird Bäumen Büschen zu Leibe gerückt und somit die im Sommer folgende Höherlegung der L 156 vorbereitet.

Thedinghausen - Die Höherlegung der Landesstraße 156 zwischen Ueser Brücke und Deichschart in Werder rückt näher. Als erste Vormaßnahme sind dort derzeit umfangreiche Rodungs- und Fällarbeiten im Gange.

Den totalen Kahlschlag gibt es dabei lediglich zwischen Fahrradweg und Fahrbahn. Hier werden Bäume (vorwiegend Eschen, Pappeln und Linden) gefällt, eine Stubbenfräse macht auch den Wurzeln den Garaus. Auch das Strauch- und Buschwerk, das insgesamt eine Hecke bildete, wird entfernt. Links und rechts der Trasse wird der Knick lediglich auf den Stock gesetzt – bis auf einige Bäume, die zu dicht an der Fahrbahn stehen. Diese müssen gefällt werden. Eine Spezialfirma ist mit mehreren schweren Geräten und Fahrzeugen vor Ort. Das Schnittgut, es fallen erhebliche Mengen an, wird gleich vor Ort geschreddert.

„Alle Maßnahmen sind mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises abgestimmt und berücksichtigen auch das vorhandene Landschaftsschutzgebiet“, erläutert Baudirektor Heiko Gerken, Chef des zuständigen Straßenbauamtes in Verden. Die Bäume seien vor dem Fällen sogar auf möglichen Besatz von Eulen oder Fledermäusen untersucht worden.

Gerken weist darauf hin, dass umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen auf Flächen im Nahbereich vorgenommen werden. Außerdem werde es nach der Höherlegung auch im Bereich der Landesstraße Neuanpflanzungen und Begrünungen geben. Um den Charakter der Landschaft zu erhalten, werden einige Bäume als so genannte Überhälter stehen bleiben

Die Rodungsarbeiten kosten rund 70 000 Euro. Die Gesamtmaßnahme, die Höherlegung der Fahrbahn um rund 60 Zentimeter auf 1,4 Kilometer Länge sowie der Einbau von Abfluss-Sielen ist mit 1,3 Millionen Euro veranschlagt. Die Summe wird zur Hälfte vom Land Niedersachsen und zur anderen Hälfte von der EU getragen. Diese Arbeiten, Dauer rund sechs bis acht Wochen, werden im Bereich der Sommerferien 2013 durchgeführt. Durch die Maßnahme sollen die Sperrzeiten dieser von rund 15 000 Fahrzeugen täglich befahren Stecke im Falle eines Hochwassers deutlich verkürzt werden.

Für die Autofahrer war die Sperrung in der verkehrsarmen Zeit zwischen den Feiertagen schon mal ein Vorgeschmack auf den Sommer. Dann wird die Straßenvollsperrung mehrere Wochen dauern und dann wird voraussichtlich auch der Schleichweg über den Streekweg und Ahsen dicht gemacht. „Die meiste Arbeit hat im Vorfeld übrigens die Ausschilderung gemacht“, so Dittmar Hasselhof, zuständiger Ingenieur beim Straßenbauamt. „Bis hin zu allen Autobahnen im Großraum mussten Hinweis-, Umleitungs- und Absperrschilder aufgestellt werden.“ Die Sperrung hielt dennoch viele Autofahrer, auch von schweren Lkw, nicht davon ab, bis zum „Gehtnichtmehr“ vorzufahren – um dann angesichts absoluter Unpassierbarkeit wieder aufwendig zu wenden. · sp

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