Jugendzahnärztlicher Dienst des Landkreises stellt Tätigkeitsbericht vor

Noch mehr Kinder kariesfrei

+
Das Team des Jugendzahnärztlichen Dienstes (von links): Susanne Scheele, Annett Haase, Jugendzahnärztin Dörte Rutzen, Barbara Seckinger und Martina Sackmann.

Landkreis - 10420 Schülerinnen und Schüler – vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse – hat der Jugendzahnärztliche Dienst des Landkreises Verden im Schuljahr 2014/2015 untersucht. Das positive Ergebnis: Die allgemeine Zahngesundheit ist weiterhin auf dem Vormarsch, die Zahl der Kinder mit kariesfreien Gebissen nimmt kontinuierlich zu. Der Wermutstropfen: Die Mundhygiene bei Kindern und Jugendlichen lässt in zunehmendem Maß zu wünschen übrig.

Die besten Zähne hatten erwartungsgemäß die Kindergartenkinder. Von 2674 untersuchten Kindern in dieser Altersgruppe sind mittlerweile 76 Prozent kariesfrei (zum Vergleich: vor zehn Jahren waren es erst 66 Prozent).

Mit dem Ziel, die frühkindliche Karies noch weiter einzudämmen, kooperiert der Jugendzahnärztliche Dienst eng mit den Familienbesucherinnen des Landkreises und einigen selbstständigen Hebammen. Sie überreichen den frischgebackenen Eltern neben Infomaterial zur richtigen Zahnpflege bei Neugeborenen auch eine Babyzahnbürste. Mittlerweile hat das Team bereits 1200 Säuglingsbürsten verteilt. „Auf diese Weise erreichen wir die Altersgruppe zwischen Geburt und Eintritt in den Kindergarten oder Krippe“, betont Jugendzahnärztin Dörte Rutzen.

In den Grund- und weiterführenden Schulen verändert sich das Bild: Von 4709 untersuchten Grundschülern waren 44 Prozent kariesfrei, 31 Prozent hatten sanierte und 25 Prozent behandlungsbedürftige Gebisse. Naturgesunde Zähne in den Klassen fünf und sechs hatten 62 Prozent der Gymnasiasten, 51 Prozent der Realschüler und 36 Prozent der Kinder an Förderschulen. Entsprechend war ein Kariesbefall an den Gymnasien bei acht Prozent der Fünft- und Sechstklässler zu verzeichnen, an Realschulen bei 13 Prozent und an Förderschulen bei 36 Prozent der Kinder.

„Trotz der Zunahme kariesfreier Gebisse beobachten wir, dass die Zähne oftmals nicht mehr so sorgfältig gereinigt werden“, erklärt Jugendzahnärztin Rutzen. Mangelhafte Mundhygiene mit Zahnbelag und ersten Zahnfleischentzündungen hatten sie und ihre Kolleginnen bei 35 Prozent der Gymnasiasten, bei 42 Prozent der Realschüler und bei 54 Prozent der Förderschüler festgestellt. Um diesen Trend entgegenzuwirken, üben die vier Prophylaxe-Fachkräfte des Landkreises konsequent in jeder einzelnen Klasse die richtige Putztechnik. An den Schulungen nahmen insgesamt 10375 Schüler teil. 1014 Kinder aus Einrichtungen mit besonders hohem Unterstützungsbedarf konnten außerdem im Schwarzlichtzelt ihre „Vorher-Nachher“-Zahnputzerfahrung eindrucksvoll überprüfen.

„Wir sind dankbar, dass das gesamte Zahnputzmaterial für Kindergärten und Schulen seit fast 30 Jahren vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird und sie sich außerdem an den Personalkosten der Jugendzahnärztlichen Abteilung beteiligen“, ergänzt Rutzen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-verden.de.

Trump betritt die Weltbühne

Trump betritt die Weltbühne

Wie werde ich Fitnesskaufmann/-frau?

Wie werde ich Fitnesskaufmann/-frau?

Wann eine Teilqualifizierung sinnvoll ist

Wann eine Teilqualifizierung sinnvoll ist

Das Aus für die klassische Küche

Das Aus für die klassische Küche

Meistgelesene Artikel

Über Leidenschaften, Geister und konsequentes Handeln

Über Leidenschaften, Geister und konsequentes Handeln

Ü 30 vorbei – Party geht auch mit anderen Konzepten weiter

Ü 30 vorbei – Party geht auch mit anderen Konzepten weiter

Streit und Prügelei in Ottersberg: Freispruch

Streit und Prügelei in Ottersberg: Freispruch

„Rathaus mit Abstand am teuersten“

„Rathaus mit Abstand am teuersten“

Kommentare