Strahlentherapie: „Quantensprung für die Gesundheitsversorgung im Landkreis“

Jetzt soll es April werden

Verden - Von Volkmar KoyIn Sachen geplantes Gesundheitszentrum gibt es tatsächlich etwas Neues. Nach dem Prost der Protagonisten beim Oktoberfest zum Baustart am 15. September 2009 scheint nun tatsächlich Bewegung in die Sache zu kommen. In der kommenden Woche soll die endgültige Baugenehmigung vorliegen.

Der geschäftsführende Gesellschafter der Bremer Residenzgruppe, Rolf Specht, räumte ein, dass die fehlende Baugenehmigung dazu geführt habe, den beim Oktoberfest bereits nach hinten geschobenen Fertigstellungstermin Januar 2011 noch einmal wieder zu verschieben. Specht: „Wir rechnen mit der Fertigstellung im April 2011.“ Allen Gerüchten, vom Gesundheitszentrum bliebe nur die Senioreneinrichtung übrig, schob Specht einen Riegel vor. Eine Trennung der beiden Einrichtungen wäre aus technischen Gründen gar nicht möglich, so der Investor

Im übrigen gäbe es keinen Zeitdruck, sagte Specht. Für den Bauteil C (die Seniorenresidenz) sei nun ein anderer Architekt eingesetzt worden. Gerade vor wenigen Wochen habe er vier Pflegeeinrichtungen eröffnet. „Die laufen gut“, ist der Gesellschafter optimistisch, dass auch Verden zu einem Erfolg werde. Der Bedarf sei nach wie vor da.

Was die Ärzte angeht, die das Gesundheitszentrum mit ihren Praxen belegen werden, ist Specht noch optimistischer. Eine ganze Etage sei praktisch vermietet, die ersten Verträge unterschriftsreif. Ziel sei, so Specht, bei Baubeginn die Hälfte der Ärzte unter Vertrag zu haben. Es könnte durchaus möglich sein, dass nicht alle Interessenten in dem mit einer Gesamtinvestitionssumme von 12,5 Millionen Euro geplanten Zentrum einen Platz finden werden. Specht: „Die schwerste Strecke auf den Berg sind die letzten 200 Meter vor dem Gipfel.“ Auch die Ärzte hätten in keiner Weise irgendeinen Zeitdruck. Laut Specht müssten sie ja erst einmal aus ihren laufenden Verträgen raus.

Den Optimismus des Residenz-Geschäftsführers teilte gestern auf Nachfrage dieser Zeitung auch die städtische Fachbereichsleiterin Ulrike Zeidler. Die Baugenhemigung werde gerade geschrieben und rechtlich geprüft. In der nächsten Woche werde sie beim Investor vorliegen.

Den kollektiven Optimismus mochte auch Landrat Peter Bohlmann, zugleich Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Aller-Weser-Klinik, unterschreiben. Die Verzögerungen hätten ihre Ursache in erster Linie in dem Beschluss, in Verden eine Strahlentherapie zu etablieren. Bohlmann: „Das ist ein Quantensprung für die Gesundheitsversorgung im Landkreis Verden.“ Die 1,5 Meter dicken Betonwände bedeuteten aber zugleich ganz besondere Anforderungen an die Baugenehmigung des Gesundheitszentrums. Auch der Landrat sah keinen Grund zur besonderen Eile: „Da bin ich ganz gelassen und locker.“

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