Dann wird an Borsteler Landstraße Installation der Neu-Konstruktion vorbereitet

Jetzt Ruhe bis zum Juni beim großen Brückenbauvorhaben

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Ein Abgrund klafft noch einige Monate weiter nach dem Abriss der Eisenbahnbrücke an der Borsteler Landstraße. Erst ab September wird jeweils in Sonnabendnächten die vorgefertigte neue Stahlkonstruktion montiert.

Achim - Eine gute Nachricht für die von Lärm und Staub beim Abriss der Eisenbahnbrücke Borsteler Landstraße gestressten Anwohner: Erst einmal herrscht nun bis Juni Ruhe auf der Großbaustelle.

Das machte Steffen Zorn, Leiter des Fachbereichs Städtische Gebäude und Grundstücke in der Achimer Stadtverwaltung, gestern beim Ortstermin noch einmal deutlich.

Die Abbauphase, bei der seit Anfang Dezember innerhalb von etwa zehn Wochen rund 400 Tonnen Stahlbeton bewegt, zerkleinert und abgefahren wurden, ist jetzt beendet.

Im Juni starten die Vorarbeiten zum Installieren der neuen Brücke: Umbau der Widerlager und anderes. Am Sonnabend, 14. September, wird während einer erneuten Nacht-Sperrpause für den Bahnverkehr damit begonnen, die vorgefertigte neue Brücken-Stahlkonstruktion mittels riesiger Kräne an ihren Bestimmungsort zu hieven und zu befestigen. An darauf folgenden Wochenenden werden die Arbeiten fortgesetzt, und für Januar des kommenden Jahres ist die Freigabe der neuen Brücke vorgesehen.

Insgesamt werde die Belastung von Anwohnern in der Neubauphase längst nicht so gravierend sein wie während des Abrisses, verspricht Zorn.b

Ziel sei es zunächst gewesen, das gesamte Vorhaben sozusagen in einem Rutsch durchzuziehen. Das ließ sich aber schon aufgrund des starken Bahnverkehrs mit rund 400 Zügen täglich auf dieser Strecke nicht verwirklichen.

Die Bahn musste hier nächtliche Sperrpausen gewähren. In intensiven Verhandlungen sei es den Vertretern der Stadt Achim gelungen, die brückenlose Zeit deutlich herunter zu verhandeln. Aufgrund anderer dringlicher Bauvorhaben habe die Bahn zunächst nämlich mitgeteilt, dass es erst im Jahr 2016 Spielraum für die Neuinstallation in Achim gebe.

Nachgedacht wurde auch darüber, ob dieser Eisenbahnübergang überhaupt noch benötigt werde, verriet Steffen Zorn. Schließlich gebe es in nicht all zu weiter Entfernung „links und rechts“ weitere Brücken. Letztlich sei er daher mit der jetzt gefundenen Lösung zufrieden – auch vom vorgesehenen zeitlichen Ablauf her.

Auf jeden Fall habe etwas getan werden müssen, um die Verkehrssicherheit sowohl auf als auch unter dem 44 Jahre alten Bauwerk weiter zu gewährleisten.

2,7 Millionen Euro sind für das neue Gesamtvorhaben veranschlagt. 52 Prozent trägt die Bahn. Von den übrigen 48 Prozent zahlt das Land Niedersachsen 60 Prozent. Die restliche etwa halbe Million Euro blieben für die Stadt Achim.

Zorn geht jedoch davon aus, das noch erhebliche Fördermittel fließen und sich letztlich netto für die Stadt ein deutlich geringerer Betrag ergebe – um die 190 000 Euro.

Da die neue Brückenoberfläche nach der Asphaltierung etwa einen halben Meter höher liegt als bisher, muss auch die auf beiden Seiten anschließende Straßendecke entsprechend angepasst werden.

Wegen dieser Arbeiten seien eine zeitweise Sperrung der Straße An der Eisenbahn sowie weitere Verkehrsumleitungen unausweichlich, kündigt der Fachbereichsleiter an.

Außer während der nächtlichen Bahn-Sperrpausen am Wochenende würden alle anderen Arbeiten rund um den Brückenneubau aber tagsüber vonstatten gehen und so nicht zusätzlich die Bettruhe stören, betonte Zorn noch. · la

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