Frettchen-Drama im Hause Glade / Gesucht wird ein junger Mann / Bitte melden

Wer hat Jessie abgeholt?

Jessie ist ein Albino-Frettchen wie dieses Exemplar.
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Jessie ist ein Albino-Frettchen wie dieses Exemplar.

Verden - Wo ist Frettchen Jessie? Diese Frage quält Katharina Glade aus Dauelsen seit Tagen. Eines ihrer beiden geliebten Frettchen ist entlaufen und sie hat den Verdacht, dass sich unrechtmäßig jemand beim Verdener Tierheim als Besitzer ausgegeben und den Albino dort abgeholt hat. Das Frettchen wird mittlerweile zum Kriminalfall, denn die 24-Jährige hat Anzeige erstattet und einen Anwalt eingeschaltet.

Heute vor einer Woche habe sie Jessie zuletzt beim morgendlichen Füttern gesehen. „Unsere Frettchen können überall laufen, auch auf dem Dachboden“, erklärte die junge Mutter. Deshalb habe sie sich auch keine Sorgen gemacht, als es bei der nächsten Fütterung nicht da war. Als ihr dann klar wurde, dass Jessie entwischt ist, suchte sie zusammen mit ihrem Mann die nähere Umgebung ab und erkundigte sich im Verdener Tierheim. Alles ohne Erfolg.

Als sie das Internet für ihre Suche nutzte, meldete sich eine Frau und berichtete davon, dass ein Hausmeister am Mittwoch in der Berufsschule ein Albino-Frettchen eingefangen habe. Unter den Augen zahlreicher Schüler. Er habe es in das Verdener Tierheim gebracht, wo dann auch Katharina Glade erneut vorsprach, denn die Schule liegt in ihrer direkten Nachbarschaft. Außerdem ist sie überzeugt, auf einem Bild, das der Hausmeister von dem Fundtier gemacht hat, ihr Frettchen zu erkennen.

Im Tierheim habe sie dann erfahren, dass ein Albino-Frettchen an einen jungen Mann vermittelt worden ist. Dieser habe sich rund eine halbe Stunde nach Abgabe des Tiers dort gemeldet und als Besitzer ausgegeben. Für Tierheimleiterin Heidi Seekamp bestand kein Anlass, an seinen Angaben zu Zweifeln. „Wir haben uns gefreut, dass wir das Tier schnell wieder an den Besitzer vermitteln konnten“, so die Tierheimleiterin.

Normalerweise lasse man sich den Personalausweis vorlegen, doch der junge Mann habe keinen dabei gehabt. Ausnahmsweise habe man es beim Notieren der Adresse belassen. Ein Fehler, wie sie einräumt, denn Telefonnummer und Anschrift waren offenbar falsch. Dies habe sie inzwischen überprüft. „Das Problem war, dass das Tier nicht gechipt ist“, sagt Heidi Seekamp und hat die ihr vorliegenden Daten an die Polizei weitergegeben. Dort war gestern keine Auskunft zu bekommen. Die Beamten des Ermittlungsdienstes waren im Einsatz oder im wohlverdienten Weihnachtsurlaub.

„Er muss mitbekommen haben, dass das Tier eingefangen und ins Tierheim gebracht wurde. Deshalb konnte er sich dort so schnell melden“, ist Katharina Glade überzeugt. „Mir ist es wichtig, dass es Jessie gut geht und ich will es zurück,“ sagt die junge Mutter, während ihr kleiner Sohn sich immer wieder die Bilder von dem Albino-Frettchen anschaut.

Mit Tränen in den Augen erzählt sie von dem ersten Frettchen, das an Blutkrebs gestorben ist. Danach kam der Albino ins Haus und zu dessen Gesellschaft ein zweites Fretchen, das ebenfalls unter dem Verschwinden von Jessie leide. „Jeder, der ein Haustier hat, kann sicher unsere Sorge nachvollziehen“, sagt die 24-Jährige.

Sie appelliert an das Herz des jungen Mannes, der das Frettchen geholt hat. Er möge sich bitte melden, damit die Sache aufgeklärt werden kann. Sie hofft auf Einsicht und würde es mit einer Rücknahme der Anzeige belohnen, wenn der Unbekannte sich meldet und ihrem zweijährigen Sohn seinen größten Wunsch erfüllt. „Der Weihnachtsmann soll Jessie bringen“, sagt Luis. Eine Kontaktaufnahme mit der Familie ist möglich unter Telefon 0173/7390667. · wb

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