Arbeitslosenquote leicht angestiegen

„Jammern auf hohem Niveau“

Verden - Noch zeigen sich die Arbeitsmarktdaten im Bereich der Agentur für Arbeit Verden „eher unauffällig“.

Bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen aus dem Juli betonte aber Geschäftsführer Joachim Duensing, gerade im Bereich der Jüngeren und der Älteren sei ein überproportionaler Anstieg zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote sei im Vergleich zum Vorjahresmonat von 5,7 auf 6,0 Prozent gestiegen. Im Landkreis Verden wurde eine Veränderung nach oben von 6,3 auf 6,8 Prozent registriert. Demzufolge habe die Zahl der offenen Stellen leicht abgenommen.

Ob es sich nur um eine saisonale Entwicklung handele, so Duensing, oder eine weitere allgemeine Abwärtsentwicklung, werde der

nIm Herbst wird

nes spannend

Herbst zeigen. „In der Nachurlaubszeit wird es spannend. Kommt dann die Herbstbelebung?“, stellte der Geschäftsführer eine eher vorbestimmte Frage. Fest steht, die Arbeitskräftenachfrage lasse nach. Die Folge: Die Anzeigen auf Kurzarbeitergeld schnellten in die Höhe, was insbesondere das Baugewerbe (über die Hälfte), die Logistik, die Autozulieferer und die Zeitarbeit tangiere. Vielfach müsse das Kurzarbeitergeld verlängert werden, was viele Betriebe finanziell in Schieflage bringt.

„Wir jammern trotz allem auf hohem Niveau“, betonte Duensing. Er machte das an den Arbeitslosenquotenzahlen nach Agenturbezirkenaufgeschlüsselt deutlich. Der Bezirk Verden liege landesweit an dritte Stelle. Nur Nordhorn und Vechta könnten bessere Quoten vorweisen. Die Quote in Niedersachsen betrage 7,9 Prozent.

In absoluten Zahlen ausgedrückt: Im Juli gab es im Bezirk Verden 11 118 Arbeitslose, im Juni waren es noch 10 584 und im Mai 10 411. In den vergangenen Jahren hatten diese Zahlen noch ein ganz anderes Gesicht. Das belegte Duensing mit den Jahresergebnissen (im Jahr 2005 zum Beispiel wurden im Juli 15 643 Arbeitslose gezählt).

Von einem erheblichen Anstieg des administrativen Verwaltungsaufwandes berichtete Kerstin Wendt für die ALV (Arbeit im Landkreis Verden). Wenn auch die Zahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen nach SGB II mit 6370 (Vormonat 6320) nahezu gleich geblieben ist, und die Zahl der Bedarfsgemeinschaften mit 4509 (Vormonat 4491) weiter vor sich hin dümpelt, dürfte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein. Die Zahlung der Schülerbeihilfe, von der rund 2100 Familien profitierten, habe lediglich innerhalb der einzelnen Empfängergruppen zu einer Verschiebung geführt. Die absoluten Zahlen seien davon nicht berührt.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Fast 850 Corona-Tote in 24 Stunden in Spanien

Fast 850 Corona-Tote in 24 Stunden in Spanien

Fahrradkauf in Zeiten von Corona

Fahrradkauf in Zeiten von Corona

So kaufen Sie Neuwagen online

So kaufen Sie Neuwagen online

Im "Sterngebirge" das alte Portugal entdecken

Im "Sterngebirge" das alte Portugal entdecken

Meistgelesene Artikel

Weitere Covid-19-Infektionen und erste Bilanz der Polizei

Weitere Covid-19-Infektionen und erste Bilanz der Polizei

Lesestoff hinter der Kirchentür

Lesestoff hinter der Kirchentür

Alltag mit Corona: Fünfköpfige Familie spricht über neuen Tagesablauf ohne Kita und Schule

Alltag mit Corona: Fünfköpfige Familie spricht über neuen Tagesablauf ohne Kita und Schule

Neues Zuhause für Lana

Neues Zuhause für Lana

Kommentare