Feier am 19. Oktober geplant / Kita schon seit 1993 mit einer Ganztagesgruppe

20 Jahre Kindergarten in Cluvenhagen

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Vor fünf Jahren feierte man das Sommerfest auf dem Sportplatz, der 20. Geburtstag wird im Kindergarten Cluvenhagen gefeiert.

Cluvenhagen - Was macht man, wenn man 20 Jahre alt wird? Eine wilde Party schmeißen? Eine dreistöckige Torte backen (oder backen lassen) und ganz vornehm verspeisen? „Wir haben lange überlegt“, sagt Gudrun Waschwill, Leiterin des Kindergartens Cluvenhagen und lacht. Vielleicht passt weder das eine noch das andere zur Cluvenhagener Kita, die Mitte Oktober 1992 ihre Türen das erste Mal öffnete.

„Wir möchten draußen ordentlich spielen. Malen, basteln, Buttons machen. Kaffee und Kuchen gibt es auch. Tee und Wasser“, erzählt Waschwill. Einfach eine schöne Geburtstagsfeier mit aktuellen Kindern und Eltern, Ehemaligen und überhaupt allen Freunden des Kindergartens Cluvenhagen hat man so im Sinn. Selbstverständlich ist dabei ein gemütlicher Schnack eingeplant und bestimmt wird es dabei auch um das gehen, was sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten im Cluvenhagener Kindergarten so getan hat.

Im Herbst 1992 mal gerade eröffnet, hatte die Kita 1993 schon gleich die erste Ganztagsgruppe. „Stimmt. Das war damals neu im Flecken Langwedel.“ Irgendwie besonders wollte man in Cluvenhagen nie sein. „Normal eben. Nah an der Familie. Nicht so aufgesetzt.“ Auch wenn man ein Team aus derzeit elf Erzieherinnen hat: „Kindergarten ist bei manchen Sachen unbedingt auf Hilfe angewiesen.“ Und die gibt es in Cluvenhagen. „Wir haben seit Jahren einen sehr guten Elternbeirat.“ Nur mal so als Beispiel.

Sicher hat sich der Kindergarten verändert, wie die Gesellschaft auch. Früher wurde der Nachwuchs in den Kindergarten geschickt, um soziale Kontakte zu pflegen, neue Erfahrungen zu machen. Meistens. Oft ist das auch heute noch so, oft genug steht da aber auch die Berufstätigkeit der Eltern oder allein erziehender Elternteile im Hintergrund.

Die Kinder werden immer jünger. Im Altern von zwei Jahren jeden Tag in den Kindergarten zu marschieren, ist für kleine Menschen schon eine große Herausforderung. Mit entsprechenden Folgen. „Da kann man sich schon mal fragen, ob Kindergarten manchmal Ersatzfamilie ist.“

Jahrelang hat man im Wald Theater gespielt, war auch sonst viel draußen. „Der Wald war eigentlich schon eine Nebenstelle vom Kindergarten.“ Wenn man allerdings immer mehr Zweijährige in der Kita hat, dann werden solche Ausflüge nicht leichter. Da verlegt man sich dann eher auf bestimmte Projekte.

„Integration“, „Inklusion“ – klingt ganz gewaltig, hat man im Kindergarten Cluvenhagen aber eigentlich fast immer irgendwie gehabt. Kinder mit Handicaps waren in den Gruppen. Schüler der Helene-Grulke-Schule konnten immer ein Praktikum machen. „Sind ja quasi Nachbarn.“ Das sind die jungen Leute aus der Andreasschule zwar nicht, aber auch aus Verden haben schon Praktikanten für zwei Wochen in Cluvenhagen reingeschnuppert.

Wer also gern mag, der kommt am Freitag, 19. Oktober von 16 bis 18.30 Uhr in den Kindergarten Cluvenhagen zur Geburtstagsfeier. Einer ohne viel Brimborium aber mit viel Spaß. · jw

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