Bislang kein Bauantrag für Sandabbau in Embsen / Massiver Protest in Oyten

Investor hält noch still

Achim - EMBSEN/OYTEN · Der Widerstand formiert sich. Zu einem Spaziergang zum beantragten und umstrittenen Sandabbaugebiet in Embsen bis vor die Tore Oytens hatte die Bürgerinitiative „Kein Sandabbau in Embsen/Oyten“ am Sonntag eingeladen. Mehr als 150 betroffene Anlieger und Sympathisanten der Bürgerinitiative versammelten sich an einem Pflegeheim in der Allerstraße und damit in der unmittelbaren Nähe des möglichen Sandabbaugebietes.

„Wir sind mit der Aktion sehr zufrieden. Es war ein Erfolg, die vielen Leuten zu mobilisieren“, freute sich Conny Brockmann von der Bürgerinitiative. Sie und ihre Mitstreiter waren über das jetzt landwirtschaftlich genutzte Areal gewandert und hatten über den Stand der Dinge informiert.

Nachdem der Landkreis vor einem Jahr beim Raumordnungsverfahren keine prinzipiellen Einwände gegen den Sandabbau auf zunächst 43 Hektar hatte und nur kleine Änderungen wie eine zusätzliche Abbiegespur bei der Zufahrt von der Embser Landestraße für notwendig hielt, konnte der Investor seit einem Jahr den Bauantrag für ein Planfeststellungsverfahren als dem eigentlichen Genehmigungsverfahren stellen. Das hat er bislang noch nicht gemacht. Aber er kann den Antrag auch in den kommenden vier Jahren stellen.

Conny Brockmann: „Noch kann der Investor keinesfalls auf alle Flächen im 43 Hektar großen Planungsgebiet zurückgreifen.“ Bislang verweigerten die Eigentümer der „strategisch liegenden“ Flächen aus Sicht der Bürgerinitiative dem Investor die Nutzung ihrer Felder.

Die Bürgerinitiative unterstrich am Sonntag wieder, durch den geplanten Sandabbau würden die Landschaft und besonders die Oytener Anwohner des Bereichs stark belastet, da das Gebiet an die Oytener Wohnsiedlung am Berg mit dem Seniorenheim reiche.

Die Initiative ist inzwischen ein Verein mit 120 Mitgliedern. Die Zahl reicht aber bislang keinesfalls aus, um eine Klage gegen das Planfeststellungverfahren finanzieren zu können. „Wir brauchen mehr Mitstreiter, die Mitglied unseres Vereins werden“, sagt Conny Brockmann. · woe

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