Zwei Achimer versprechen Auslandsreisenden günstigen Datentransfer

Internet zum Vorzugspreis

Hans Hoffmann (l.) und Heinz-Dieter Breu versprechen Auslandsreisenden günstigen Datentransfer über Mobiltelefon und Laptop. ·

Achim - Von Sven MarquartSchnell ein kurzes Lebenszeichen in die Heimat senden und dann bloß wieder das Handy aus – diese Methode war jahrelang die einzige Möglichkeit für Auslandsreisende, die Urlaubskasse zu schonen.

Schuld daran waren die immensen Roaming-Gebühren, die sich die Netzbetreiber gegenseitig in Rechnung stellen, wenn Fremdkunden über ihre Netze telefonieren. „Die Gebührenfalle liegt darin, dass das Handy nicht das günstigste, sondern das stärkste Netz auswählt, wenn man es automatisch suchen lässt“, erläutert Heinz-Dieter Breu (64) von der Interessengemeinschaft der Telekommunikationsberater aus Achim. „Und viele Handynutzer lassen ihr Telefon aus Bequemlichkeit automatisch suchen“, ergänzt der Achimer IT-Unternehmer Hans Hoffmann (43).

Zumindest innerhalb der Europäischen Union sind die Kosten durch die EU-Roamingverordnung von 2007 gedeckelt. Seit 1. Juli 2011 zahlen Handynutzer maximal 41 Cent pro Minute für abgehende Gespräche und 13 Cent, wenn sie selbst angerufen werden. Eine SMS kostet höchstens 13 Cent, der Empfang von Kurznachrichten ist kostenlos. Für Datenübertragung gibt es bislang keine Kostenbeschränkung. EU-Kommissarin Neelie Kroes strebt eine Regelung für 2012 an.

„Ich war mal drei Tage in der Schweiz“, berichtet Hans Hoffmann, „dort habe ich sporadisch das Internet genutzt, um ein paar E-Mails abzurufen – mit 50 Euro war ich dabei.“ Seine Datenflatrate für das Handy nutzte ihm in diesem Fall nichts, denn die gilt nicht im Ausland. Abgerechnet wird stattdessen nach heruntergeladener Datenmenge. In Extremfällen zahlen Kunden bis zu zwölf Euro pro Megabyte, der Durchschnitt liegt bei 2,60 Euro.

Während EU-Kommissarin Neelie Kroes für das kommende Jahr eine Obergrenze von 90 Cent pro Megabyte anstrebt, bieten Hans Hoffmann und sein Partner Heinz-Dieter Breu ihren Kunden schon jetzt Datentransfer für 83 Cent pro Megabyte an. Die beiden Achimer vertreiben seit 1. Juli in Deutschland exklusiv eine Datenkarte des Mobilfunkanbieters Datamobile aus Liechtenstein, die bis zu 95 Prozent Kostenersparnis verspricht.

Und das geht so: Zum einmaligen Anschaffungspreis von 99 Euro erhalten die Kunden den Daten.spot, einen UMTS-Router, der kleiner ist als die meisten gängigen Smartphones. „Dann muss man den Datentransfer bei seinem Handy ausstellen und eine WLAN-Verbindung zum Router herstellen“, erklärt Hans Hoffmann. Bis zu fünf Endgeräte können sich gleichzeitig über den Daten.spot ins Internet einbuchen. „Aber vor dem Gerät sollte man das Gehirn einschalten“, warnt Heinz-Dieter Breu. Denn es sei wichtig, darauf zu achten, dass sich der Router in die Datamobile-Partnernetze einwählt.

Datamobile bietet zwei Tarife an. Der Privattarif arbeitet mit einem Prepaidsystem, das per Kreditkarte aufgeladen wird. Das Guthaben verfällt nicht, und es gibt keine Mindestlaufzeit. Beim Geschäftstarif wird eine monatliche Grundgebühr von 1,99 Euro fällig. „Weil wir eine Rechnung verschicken“, begründet Hans Hoffmann. Interessant für Firmen: In beiden Tarifen werden die einzelnen Datentransfers über eine kostenfreie Internetoberfläche aufgelistet und können in der Buchhaltung im Excel-Format weiterverarbeitet werden. „Damit ist volle Kostentransparenz gewährleistet“, erklärt Hans Hoffmann.

http://www.datamobile.ws

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