SPD, Grüne und WGA streben sie an / Erst sollen Eltern befragt werden

Integrierte Gesamtschule in Achim ab 2014 ist das Ziel

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Wollen jetzt den Weg für eine Integrierte Gesamtschule in Achim ebnen, v.li.: Anne Quillfeldt, Lars Gagelmann, Silke Thomas, Gabriele Sommer und Herfried Meyer. ·

Achim - Von Manfred Brodt. Um das Thema aus dem Landtagswahlkampf herauszuhalten, rücken SPD, Grüne und Wählergemeinschaft Achim erst jetzt damit heraus: Sie streben eine Integrierte Gesamtschule für Achim an, die zweite im Kreis neben der neuen in Oyten.

Nachdem die Achimer SPD letztes Jahr sich dem CDU/FDP-Modell einer Oberschule angenähert hatte, dann aber bei der Achimer Realschule und Hauptschule damit abgeblitzt war, war eine Arbeitsgruppe der genannten Fraktionen tiefer in das Thema eingestiegen, hatte die Situation in Achim analysiert und die Erfahrungen der Integrierten Gesamtschule in Oyten ausgewertet.

Wie Herfried Meyer, Anne Quillfeldt (beide SPD), Silke Thomas, Gabriele Sommer (beide Grüne) und Lars Gagelmann (WGA) gestern im Pressegespräch erläuterten, haben sie festgestellt, dass insbesondere die Achimer Hauptschule mit zuletzt nur neu angemeldeten 19 Schülern, davon die Hälfte aus Achim, keine Zukunft mehr haben wird. Der Elternwille entspreche zudem oft nicht den Empfehlungen der Schulen, denn von den 45 Prozent für die Realschule empfohlenen Schülern gehen nur 34 Prozent dorthin. Aufs Gymnasium gehen 48% der Kinder, obwohl nur 28% eine solche Empfehlung haben.

Das Hauptargument für die Integrierte Gesamtschule ist deren angenommene größere Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Schulniveaus und damit vermehrte Aufstiegs-chancen.

Die neue Schule soll den Eltern nicht aufgezwungen werden, sondern nach reichlich Information in einer Befragung der Eltern der beiden letzten Kindergartenjahrgänge und ersten drei Grundschulklassen in Achim, Thedinghausen und Langwedel bestätigt werden. Entspricht die Integrierte Gesamtschule Achim nach dieser Befragung dem Elternwille, soll sie dann in Räumen der Achimer Hauptschule und Realschule im August 2014 starten. Während der Betrieb der Hauptschule dann sukzessive auslaufen würde, müsste die heute vierzügige Realschule sehen, wie lange sie mit mindestens zwei Klassen pro Jahrgang bestehen kann und will. Mit einer städtischen Integrierten Gesamtschule würde jedenfalls die Stadt sich vom Kreis von der Pflicht befreien lassen, eine Haupt- und eine Realschule vorhalten zu müssen.

SPD, Grüne und WGA sehen keine Probleme, eine – wie noch vorgeschrieben  – mindestens fünfzügige Integrierte Gesamtschule in Achim mit 125 Schülern pro Jahrgang zu füllen, zumal schon jetzt 37 Achimer Schüler-innen auf die IGS nach Oyten gehen.

In den A-Kursen mit Gymnasialniveau der Gesamtschule wird sich den Schätzungen zufolge pro Jahrgang eine Klassenstärke befinden, die den beiden Achimer Gymnasien dann fehlen werden. Das fünfzügige Cato-Gymnasium und das dreizügige Marktgymnasium sehen die Fraktionen jedoch nicht in ihrer Existenz bedroht, da Achim entgegen dem allgemeinen Trend geburtenstarke Jahrgänge hat und die hohen Schülerzahlen für mindestens die nächsten sieben Jahre gesichert seien.

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