„Gründer 50plus“ fällt Boschstiftung auf

Initiative aus Reer nominiert für Spitzenpreis

Thedinghausen - BLENDER-REER / BERLIN · Mit insgesamt 120 000 Euro ist der Deutsche Alterspreis dotiert. Die Robert Bosch Stiftung zeichnet damit Initiativen aus, „die ein neues Altersbild zeigen“. Als einziges Projekt aus Niedersachsen ist aktuell die Initiative „Gründer 50plus“ aus Blender-Reer nominiert.

Die Bekanntgabe der Gewinner samt Preisverleihung steigt am 13. November in der Repräsentanz der Bosch-Stiftung in Berlin.

Neun weitere Projekte konkurrieren mit „Gründer 50plus“ um die Auszeichnung. Mit dem Preis würdigt die Stiftung Initiativen, die das Alter als attraktive und aktive Lebensphase zeigen.

„Gründer 50plus“ unterstützt und berät ältere Menschen beim Schritt in die Selbständigkeit. Initiator Ralf Sange will so dazu beitragen, dass unternehmerisches soziales Engagement und Existenzgründungen von Menschen über 50 Jahren zur Normalität werden.

Inzwischen bietet „Gründer50plus“ an acht Standorten in Deutschland Informationsveranstaltungen und Seminare an.

„Die älteren Menschen von heute sind Pioniere für die Generationen von morgen“, sagt Prof. Dr. Joachim Rogall, Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung. „Sie brechen mit Stereotypen und verändern erfolgreich gesellschaftliche Klischees. Mit dem Deutschen Alterspreis machen wir sichtbar, wie viele neue Chancen der demographische Wandel bietet.“

Hinter den nominierten Projekten stehen laut Stiftung ältere und junge Menschen, die sich auf vielfältige Weise in Bildung und Arbeit, Sport und Kultur engagieren. Sie zeigten, dass Leistungsfähigkeit, Engagement und Kreativität ganz selbstverständlich zum Lebensabschnitt Alter gehören. Und sie seien Beispiele dafür, wie die Gesellschaft vom Erfahrungsschatz der Älteren profitiere.

Eine achtköpfige Jury hat die Projekte aus über 300 Bewerbungen ausgewählt. Zur Jury gehören: Professor Dr. Clemens Becker (Chefarzt an der Klinik für Geriatrische Rehabilitation am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart), Anja Gockel (Modedesignerin), Professor Dr. Dr. Andreas Kruse (Direktor des Instituts für Gerontologie, Ruprecht-Karls-(Universität Heidelberg), Dr. Wolfgang Malchow (Mitglied des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH), Professor Susanne Porsche (Filmproduzentin), Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg (Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes), Dr. Henning Scherf (früherer Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen) und Hildegard Schooß (Gründerin und ehemalige Leiterin des Mehrgenerationenhauses Salzgitter).

Die 1964 gegründete Robert Bosch Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Sie beschäftigt sich vorrangig mit den Themenfeldern Völkerverständigung, Bildung und Gesundheit.

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