Roswitha Urbanski geht nach 46 Jahren im Dienst der Justiz in den Ruhestand

„Immer volle Pulle“

Beim gemeinsamen Blick in ihre Personalakte entdeckten Roswitha Urbanski und Dr. Jobst Kohmüller interessante Schriftstücke, die viel verrieten über alte Zeiten. ·
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Beim gemeinsamen Blick in ihre Personalakte entdeckten Roswitha Urbanski und Dr. Jobst Kohmüller interessante Schriftstücke, die viel verrieten über alte Zeiten. ·

Verden - Die Welt ist zwar nicht untergegangen, aber so richtig gute Laune mochte Dr. Jobst Kohmüller gestern dennoch nicht verbreiten. Schließlich musste der Amtsgerichtsdirektor eine langjährige Mitarbeiterin in den Ruhestand verabschieden: Roswitha Urbanski. Und ihr Ausscheiden, da war sich Kohmüller sicher, werde eine große, nur sehr schwer zu schließende Lücke reißen.

46 Jahre war die künftige Ruheständlerin im Dienst der Justiz und legte dort eine „außergewöhnliche Karriere“ hin. Denn in Pension geht Roswitha Urbanski als Justizamtsinspektorin. Mehr geht nicht im mittleren Dienst.

Als Fräulein Roswitha Paltian trat die Soltauerin zum 1. Januar 1967 ihre Ausbildung an. Diese absolvierte sie am Amtsgericht Uelzen, am Verdener Landgericht sowie bei Staatsanwaltschaft und Gerichtskasse in Lüneburg.

Dabei hing die Vielzahl der Einsatzorte mit dem Können der jungen Beamtenanwärterin zusammen. Denn ihre Fähigkeiten veranlassten die Vorgesetzten, sie noch während der Ausbildung als Aushilfe einzusetzen.

Können und Flexibilität zeichneten Roswitha Urbanski auch in den folgenden Jahren aus. Nach bestandener Prüfung – natürlich mit hervorragendem Resultat – waren die Staatsanwaltschaft sowie die Amtsgerichte Walsrode und Verden die nächsten Stationen. Nach einer Babypause ging es für sieben Jahre ans Landgericht Verden, zum 1. März 1982 gab‘s dann die Abordnung ans Amtsgericht, an dem Roswitha Urbanski schließlich mehr als 30 Jahre tätig war.

Strafsachen, Verwaltung, Zivilsachen, Register, Landwirtschaftssachen, Zwangsvorstreckungen… – einzig im Grundbuchamt und in der Insolvenzabteilung war sie nicht eingesetzt. Darüber hinaus gab sie ihr Wissen bei der Ausbildung von Anwärtern weiter, war im Prüferpool des Landgerichts und fungierte als ehrenamtliche Richterin am Verwaltungsgericht Stade.

In den letzten 20 Jahren waren es die Familiensachen, mit denen sie betraut war. Und dieses Rechtsgebiet habe sie nicht zuletzt wegen des damit verbunden Kundenverkehrs auch am liebsten bearbeitet, sagte sie gestern.

Überhaupt, das Zwischenmenschliche. Als ausgesprochen kollegial und hilfsbereit, ausgestattet mit einem ausgeprägten Pflichtbewusstsein und Engagement beschrieb Kohmüller die Justizbeamtin: „Immer aktiv, immer volle Pulle“, sagte er. Auch er selber habe Urbanski gerne als Ratgeberin in Anspruch genommen, sagte der Amtsgerichtsdirektor und betonte noch einmal, welch großer Erfahrungsschatz mit dem Ausscheiden Urbanskis verloren gehe.

Die Angesprochene wiederum gewinnt mit dem Ruhestand Zeit für die geliebten Reisen. Dubai und Tunesien sind schon gebucht. Und im Sommer geht es mit Mann und den beiden Enkeln per Wohnmobil nach Spanien. · kp

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