Die eingeführte Marke „Grand Jam“ am 28. Dezember im Kulturhaus Alter Schützenhof

Immer eine musikalische Maßanfertigung

Im Hintergrund steht noch der Weihnachtsbaum, doch die Vorfreude der Organisatoren Susanne Groll vom Kasch und Oliver Geselbrecht (alias Olli Gee) gilt vielmehr dem für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr geplanten „Grand Jam“. ·
+
Im Hintergrund steht noch der Weihnachtsbaum, doch die Vorfreude der Organisatoren Susanne Groll vom Kasch und Oliver Geselbrecht (alias Olli Gee) gilt vielmehr dem für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr geplanten „Grand Jam“. ·

Achim - Von Lisa Duncan. Große Stimmen und virtuose Instrumentalisten hat das Kulturhaus „Alter Schützenhof“ (Kasch) schon mehrfach zum „Grand Jam“ auf der Bühne zusammengebracht.

Und obgleich das Line-Up für den 28. Dezember schon feststeht, wird die Konzertreihe auch 2012 wieder für musikalische Überraschungen gut sein. Denn der besondere Reiz besteht darin, dass Musiker, die sonst keine gemeinsamen Projekte miteinander haben, in völlig neuer Zusammensetzung aufeinander „losgelassen“ werden.

Diesmal werden als Headliner die Sängerin Angela Brown, Gitarrist Tom Shaka sowie Michael van Merwyk zusammengebracht. Begleitet werden die Alleskönner von Olli Gee & The Grand Jamz, eine Band, die jedes Jahr in etwas abgewandelter Besetzung beim „Grand Jam“ dabei ist.

Angela Brown, die in Chicago als „the hottest lady in town“ gefeiert wird, startete ihre Gesangskarriere in der Kirche. Über den Umweg ihres zweiten Standbeins, der Schauspielerei, erhielt sie die Rolle der legendären Blues-Sängerin Bessie Smith in einem Musical. Das war ihr Durchbruch. Auf den rund 200 Konzerten, die sie heute im Jahr spielt, beweist sie stets von neuem, dass sie die mitreißendste Blues-Sängerin der heutigen Szene ist.

Tom Shaka, der sizilianischer Abstammung ist, aber in den USA aufwuchs, spielt authentischen rauen Blues „straight from the heart“. Doch seine musikalische Liebe gilt nicht nur dem Blues. Er lässt auch immer wieder Elemente aus anderen Stielen wir Ragtime, Jazz, Soul oder Rock ‘n‘ Roll mit einfließen.

„Wer hat eigentlich behauptet, dass Blues eine schwermütige Musik ist? Mumpitz! Blues soll einen genau aus dieser Stimmung herausbringen“, lautet ein Zitat von Michael van Merwyk. Und damit ist sein musikalischer Ansatz auch schon ganz gut auf den Punkt gebracht. Auch sonst entspricht er nicht dem Klischee eines Blues-Gitarristen: Weiß, Europäer und Sonnenbrillen trägt er nur im Sommer. Seine Spezialität: Lap-Steel, eine mit einem Metallstück auf dem Knie liegend gespielten Gitarre – ein Stil, den man sonst eher in der Country Musik findet. Beim Wettbewerb „German Blues Challenge“ wird er Ende Januar mit seiner Band Blue Soul nach Memphis fahren, um Deutschland zu vertreten.

Bereits zum fünften Mal ruft das Kasch zum „Grand Jam“ auf. Oliver Geselbrecht, der das Event von Beginn an gemeinsam mit Susanne Groll organisiert, hat sich dafür gewissermaßen von dem Film „Blues Brothers“ inspirieren lassen. In Osnabrück, der „heimlichen Blues-Hauptstadt“, wie er sagt, hat der Bassist bereits 1986 in der Bar „Pink Piano“ auf der Bühne gestanden. 1993 kam er dann zur Blues Company.

Das besondere am „Grand Jam“ sei der offene Charakter des Konzerts. „Wir legen zuvor die Stücke fest, das Arrangement bleibt aber offen“, erklärt der Musiker. Da könne es auch schon mal passieren, dass ein Reggae-Groove über ein bekanntes Rock-Stück gelegt würde. „Das ist eine Jam-Session im Konzert-Format, gewissermaßen immer eine Maßanfertigung.“

Geselbrecht ist froh, dass er mit Susanne Groll auf vertrauensvoller Basis zusammenarbeiten kann. Die Programme für das Kasch würden zwar bereits Mitte des Jahres gedruckt. „Aber trotzdem kommt keine listige Frage: Wer kommt denn?“, erzählt Geselbrecht.

Das Vertrauen wird belohnt: In der Vergangenheit waren schon Künstler beim „Grand Jam“ zu Gast, die später einen stärkeren Bekanntheitsgrad in der Blues-Szene erlangten, etwa Jessie Martens, Trägerin des deutschen Bluespreises.

Das Konzert-Event sei jedes Jahr gut besucht und habe mittlerweile einen Wiedererkennungswert für Konzertbesucher: „Grand Jam ist eine eingeführte Marke“, sagt Susanne Groll.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin

Leckeres Essen zu einem Rabatt: Sparen Sie 50 Prozent auf Ihre Bestellung bei Bofrost

Leckeres Essen zu einem Rabatt: Sparen Sie 50 Prozent auf Ihre Bestellung bei Bofrost

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Meistgelesene Artikel

Interessenkonflikte und Befangenheit: Vorwürfe gegen CDU-Mann Mattfeldt – er wehrt sich

Interessenkonflikte und Befangenheit: Vorwürfe gegen CDU-Mann Mattfeldt – er wehrt sich

Interessenkonflikte und Befangenheit: Vorwürfe gegen CDU-Mann Mattfeldt – er wehrt sich
Mit dem Auto zur Schule? „Muss nicht sein“

Mit dem Auto zur Schule? „Muss nicht sein“

Mit dem Auto zur Schule? „Muss nicht sein“
Verden: Experten haben These für die heftigen Erderschütterungen

Verden: Experten haben These für die heftigen Erderschütterungen

Verden: Experten haben These für die heftigen Erderschütterungen
Aus dem alten Café Erasmie in der Innenstadt wird „Royal Donuts“

Aus dem alten Café Erasmie in der Innenstadt wird „Royal Donuts“

Aus dem alten Café Erasmie in der Innenstadt wird „Royal Donuts“

Kommentare