Auszubildende und Freiwilligendienstler engagieren sich für ältere Menschen

„Ich habe mich gefunden“

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In verschiedenen Bereichen eingesetzt: Bundesfreiwilliger Malte Holch und die Azubis Alina Krafczyk und Kevin Krickau (v.l.). ·

Verden - In der Seniorenwohnanlage St. Johannis gibt es jederzeit alle Hände voll zu tun. Doch nicht nur die Tätigkeiten für, sondern auch die mit älteren Menschen stehen im Vordergrund. Dass diese Verbindungen dem Leben erst seinen Wert geben, wissen auch die Auszubildenden und Freiwilligendienstler der Einrichtung.

Eingesetzt in Hauswirtschaft und Pflege, aber auch im technischen Dienst, bewältigen die Auszubildenden Alina Krafczyk, 20 Jahre, Kevin Krickau, 32 Jahre, und der 18-jährige Bundesfreiwillige Malte Holch den Alltag in der Einrichtung, die für den Sommer noch Auszubildende und Freiwillige sucht. Interessierte können sich unter Telefon 04231/91420 melden.

„Ich habe mich für die Ausbildung im hauswirtschaftlichen Bereich entschieden, weil die Arbeit sehr vielseitig ist. Sowohl theoretisch als auch praktisch sind alle Tätigkeiten vertreten“, erzählte Alina Krafczyk, die jetzt, im dritten Lehrjahr, auf das Ende der Ausbildung zusteuert.

Die Arbeit, die entweder früh morgens oder am frühen Nachmittag beginnt, bereitet den Lernenden keine Schwierigkeiten und wird von jedem von ihnen weiter empfohlen.

„Der Job und der Umgang mit Menschen erfüllen mich voll und ganz. Nach jedem Dienst kann ich zufrieden nach Hause gehen“, berichtete Kevin Krickau, der zunächst als zusätzliche Betreuungskraft in der Seniorenanlage anfing. Danach entschied er sich für eine Ausbildung zum Altenpfleger.

„Wir beschäftigen bis zu zwölf Auszubildende“, sagte Pflegedienstleiterin Bettina Oetting. „Derzeit haben wir noch zwei unbesetzte Stellen für den August zu vergeben.“

Auch im hauswirtschaftlichen Bereich hat die Seniorenwohnanlage noch zwei freie Ausbildungsstellen. Die Lehre kann mit einem Hauptschulabschluss aufgenommen werden. „Nach zwei Jahren erreichen die Auszubildenden dann entweder den Realschulabschluss oder haben ein Berufsgrundbildungsjahr absolviert“, erklärte Adelheid Wigger, die Leiterin des hauswirtschaftlichen Zweiges.

Anders als in der Pflege, in der die Auszubildenden Blockunterricht haben, wird in der Hauswirtschaft wöchentlich die Schule besucht.

Auch im technischen Dienst können sich junge Menschen engagieren, indem sie einen Bundesfreiwilligendienst antreten. „Ich bin aus Namibia hierher gezogen und leiste den Dienst ab, um die Zeit bis zu meinem Studium im Oktober sinnvoll zu nutzen. Obwohl ich Hausmeistertätigkeiten übernehme, lerne ich nebenbei den Umgang mit Menschen“, erzählte Malte Holch. Der Bundesfreiwilligendienst, Folge-Modell zum Zivildienst, hat keine Altersbeschränkung und kann sechs bis höchstens 18 Monate abgeleistet werden.

„Bei uns können insgesamt zwölf Stellen, unter anderem in Pflege, Hauswirtschaft, technischem Dienst oder im begleitenden und sozialen Dienst, von Bundesfreiwilligen besetzt werden“, berichtete Detlev Wittenberg, Leiter der Einrichtung. Auch sehr beliebt bei den Freiwilligen sei das vom Johannisheim angebotene „Essen auf Rädern“.

„Es macht einfach großen Spaß“, sagte Krickau. „Ich bin gern von älteren Menschen umgeben und bin froh, mich für den Job entschieden zu haben. Ich habe mich gefunden.“ · mba

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