Thorsten Springer und Ingrid Klöpper: Zwei Badener entwickeln Kunstbereich neu

Die Hünenburg wird offener

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Arbeiten auf dem Gebiet Kunst und Kultur im Badener Haus Hünenburg jetzt eng zusammen: Kuratorin Ingrid Klöpper vom Achimer Kunstverein (Zweite von links) und Thorsten Springer (Dritter von links), der sich im Hünenburg-Verein der „Schnittstelle Kunst und Kultur“ widmet. Manfred Weiß vom Hünenburg-Vorstand und die zweite Kunstvereinsvorsitzende Bärbel van Weert-Frerick unterstützen die Ziele des Zweier-Teams. ·

Baden - Das Image vom auserwählten Treffpunkt für Wirtschafts-Führungskräfte und eines für die „normale“ Bevölkerung weitgehend verschlossen Veranstaltungsortes möchte der Verein Haus Hünenburg für die gleichnamige Einrichtung in Baden ändern.

Vor allem über die Schiene Kunst und Kultur sollen künftig deutlich mehr Besucher ins Haus Hünenburg und auch in die schöne Gartenanlage gelockt werden.

Der in Bremen als Werbefotograf mit eigener Firma tätige, in Baden wohnende Thorsten Springer steht auf Seiten des Hünenburg-Vereins ebenso für den Wandel wie Ingrid Klöpper vom Achimer Kunstverein.

Diese war lange Jahre Lehrerin für Gestaltung und Kunst an den Berufsbildenden Schulen in Verden-Dauelsen, ist sogar gebürtige Badenerin und nun im Zweierteam mit Springer als Kuratorin mit der Planung künftiger Kunst-Veranstaltungen in der Hünenburg und dem Konzept dazu beschäftigt.

Springer übernahm im Verein Haus Hünenburg die Zuständigkeit für Kunst und Kultur als Nachfolger des ins südliche Deutschland umgezogenen Fritz Senf.

Der Kunstverein Achim wird ab 2014 häufig in die Badener Anlage wechseln, da dann das Achimer Rathaus wegen Umbauten für den Einzug der Bibliothek kaum mehr für Ausstellungen zur Verfügung steht.

Das Haus Hünenburg sei mit seinen Räumlichkeiten und dem Ambiente samt Ausblick in die Weserlandschaft geradezu ein idealer Ort, um Kunst zu präsentieren. Darin waren sich gestern im Pressegespräch neben Thorsten Springer und Ingrid Klöpper auch die zweite Kunstvereinsvorsitzende Bärbel van Weert-Frerick und Manfred Weiß vom Hünenburg-Vereinsvorstand einig.

Er habe „Lust, Leute hier- her zu holen, die noch keinen großen Namen haben, aber auch andere, die schon relativ bekannt sind“, erläuterte Springer. Es gebe zum Beispiel schon Vorgespräche „mit einer sehr innovativen Berliner Künstlerin“.

An Skulpturen und Illuminationen im parkähnlichen Garten denkt der 48-Jährige und möchte besonders jungen Künstlern und deren Publikum eine Plattform bieten. So könnten auch Comics und „moderne Medienkunst“ ausgestellt werden.

Allerdings sei für sehr extreme Werke dieses Haus nicht der passende Ort. Sie müssten vor Treffen von Führungskräften verhüllt oder abgehängt werden, gab Weiß zu bedenken.

Insgesamt sollte die gezeigte Kunst auch verkaufbar sein, meinte Ingrid Klöpper. Sie regte zudem an, in Abstimmung mit der Kreismusikschule hochkarätige Begleitung bei Ausstellungen zu ermöglichen. Kontakt zur Bremer Kunsthochschule, zur Fachhochschule für Fotografie in Wandsbek und anderen Stellen seien ebenfalls zu nutzen, ergänzte Thorsten Springer.

Wenn sich alles gut entwickelt, dürfte die Hünenburg demnächst statt als Unternehmer-Treffpunkt als Kunst- und Kulturtempel weithin bekannt sein. · la

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