1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Verden

Bewerbung als Leader-Region: Hohe Heide will es noch einmal wissen

Erstellt:

Von: Reike Raczkowski

Kommentare

Viele Menschen stehen vor einer Baustelle.
Der barrierearme Zugang zur St.-Petri-Kirche interessierte die Gäste besonders. Auch dieses Projekt, die Neugestaltung der Kirchlintler Kircheninsel, wird mit Leader-Mitteln unterstützt. © Raczkowski

Die Hohe Heide möchte auch künftig Leader-Region sein und somit erhebliche Fördergelder generieren können: Am Mittwoch hat der Vorsitzende der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) und Neuenkirchener Bürgermeister, Carlos Brunkhorst, ein entsprechendes Konzept als Wettbewerbsbeitrag an die Chefin des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg, Monika Scherf, übergeben.

Kirchlinteln – Sollte das Konzept Anklang finden, würde die Hohe Heide in den kommenden fünf Jahren wieder ein Budget von etwa 1,5 Millionen Euro für die Stärkung des ländlichen Raumes zur Verfügung haben. „Ich bin optimistisch, dass das klappt“, sagte Scherf vor den zahlreichen Hohe-Heide-Akteuren, die zu diesem Anlass nach Kirchlinteln gekommen waren. „Schließlich sind Sie ja alle alte Hasen und wissen, wie Sie vor Ort mit ihren Bürgern zusammenarbeiten müssen.“

Die Hohe Heide ist ein interkommunaler Zusammenschluss von elf Städten und Gemeinden in den Kreisen Rotenburg, Heidekreis und Verden. In der Gemeinde Kirchlinteln haben über die Jahre private, kommunale und kirchliche Vorhabenträger aus der Lintler Geest von den Fördermitteln profitiert. Davon konnten sich die Besucher, zu denen auch die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden und Städte gehörten, am Mittwoch überzeugen.

Gleich zwei mit Leadermitteln geförderte Projekte in und an der Kirche

Ein Besuch der St.-Petri-Kirche bot Einblicke in gleich zwei Projekte, für die Leader-Mittel geflossen sind. Bei einem kleinen Konzert zeigte Kirchenmusikdirektor Tilmann Benfer den Gästen, was die Kirchenorgel seit ihrer Restaurierung 2017/2018 klanglich zu bieten hat. Fast 100 000 Euro hat es gekostet, das wunderschöne Instrument wieder professionell herzurichten, etwa die Hälfte der Kosten wurden aus Leader-Mitteln finanziert. „Wir sind der Hohen Heide und allen anderen, die Geld dazu gegeben haben, sehr dankbar“, erklärte Pastor Dennis Oswich. Gerade in Corona-Zeiten, als bei Gottesdiensten nicht gesungen werden durfte, sei das Instrument sehr wichtig für die Kirchengemeinde gewesen.

Nutzungskonzept für den Lintler Krug geplant

Ein weiteres St.-Petri-Projekt, das sich gerade mitten in der Umsetzung befindet, interessierte die Gäste: die Neugestaltung der Kircheninsel. Die Besucher nahmen die Baustelle, die Bagger und Pflastersteinhaufen, neugierig in Augenschein. Besonders gut kam an, dass hier ein barrierearmer Zugang zur Kirche für die nicht mehr so mobilen Kirchlintler geschaffen werden soll. Laut Carlos Brunkhorst, dem Vorsitzenden der Lokalen Arbeitsgruppe, sei der Abbau von Barrieren einer der Schwerpunkte des neuen Regionalen Entwicklungskonzeptes.

Kirchlintelns Bürgermeister Arne Jacobs nutzte die Anwesenheit der Hohe-Heide-Akteure, um den gemeindeeigenen Lintler Krug vorzustellen – und wollte wissen, was die Besucher von den neuen Ideen für das historische Gebäude im Ortskern halten. Jacobs sprach von Gastronomie, Co-Working-Space und dem Gedankenspiel, eine Art Bürgerbüro in den Räumlichkeiten einzurichten. Die verschiedenen Angebote sollten aber nicht miteinander in Konflikt geraten, sodass nach Möglichkeit ein Gesamtkonzept erarbeitet werden soll. Der Lintler Krug als Projekt der neuen Förderperiode? Wäre denkbar, jedenfalls zeigten sich die Besucher schon einmal interessiert.

Ausgewählte Regionen werden im Herbst bekannt gegeben

Bevor die Unterstützung für neue Projekte in Angriff genommen werden kann, muss das neue Entwicklungskonzept aber natürlich auch noch die Gutachter der Jury im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium überzeugen, erinnerte Monika Scherf. Nach derzeitigem Stand werden die ausgewählten Regionen im Herbst dieses Jahres bekannt gegeben.

Wer schon jetzt eine Projektidee hat oder alternative Fördermöglichkeiten prüfen möchte, muss allerdings nicht bis dahin warten. Unterstützung bei der Entwicklung von Projektideen, der Suche nach Fördermitteln oder der Vermittlung potenzieller Projektpartner gibt es auch weiterhin beim Regionalmanager der Hohen Heide, Guido Pahl (regionalmanagement@hoheheide.de).

Auch interessant

Kommentare